Flirttipps für Männer – Hindern dich deine Freunde an deiner Entwicklung
(Bildquelle: aboutpixel.de / Freiheit © Michael Schneppensiefer)
„Wenn du wie ein Adler fliegen willst, darfst du dich nicht nur mit Hühnern umgeben!“
Dieser Satz fasst den inhaltlichen Kern des folgenden Artikels präzise zusammen. Der Text kann für dich aber noch VIEL mehr sein: Nämlich eine Reflexionsgrundlage, die dich immer wieder dazu anregen kann, zu überprüfen zu welchem Grad du dir für deine Entwicklung förderliche Umgebungen schaffst.
Keine Sorge, ich bin kein extremer Vertreter der Persönlichkeitsentwicklung, der von dir verlangt den Kontakt zu all deinen Freunden abzubrechen und am besten noch heute in die Einöde zu ziehen, um dort asketisch zu meditieren bis dir die Erleuchtung gekommen ist oder du spontan verdampfst!
Dennoch steckt eine tiefere Wahrheit in meiner Aussage von oben. Ich zeige dir nun, wie du sie für dich und dein Leben umsetzen kannst.
Alles fußt auf einem meiner Hauptkritikpunkte an Menschen, die sich entwickeln wollen, aber gar nicht sehen oder nicht wahrhaben wollen, wie sehr sie sich selbst am Meeresboden festketten: Sie wollen in gewissen Lebensbereichen erfolgreich werden, aber alles andere in ihrem Leben soll gleich bleiben.
Dass dies so NICHT funktioniert erkläre ich immer wieder vielen – aber ich weiß, dass die meisten die Erfahrung des fortwährenden „Auf der Stelle-Tretens“ erst mehrere schmerzhafte Male erlebt haben müssen, bevor sie den Wahrheitsgehalt meiner Ausführungen verstehen.
Der 1. Fehler: Den An-Schalter NUR in eng definierten Zeiträumen zu drücken
Der erste Fehler, den viele Männer und Frauen machen, ist es die erfolgreich trainierte Kommunikation oder Mental-Strategien nicht in ihren Alltag einzubinden, sondern sie nur in fest definierten Zeiträumen zu üben à la: Jetzt bin auf einem NLP-Treffen und da bin ich wieder der charismatische NLP-Robert und achte auf Gestik, Intonation, meine Sprachgenauigkeit und die Wohlgeformtheit meiner Sprache.
Wie steht´s bei dir? Gibt es auch Fähigkeiten in deinem Leben, die du nur in einem spezifischen Gebiet anwendest, während du dich in anderen, alltäglichen Situationen nicht traust?
Der 2. Fehler: In den gleichen Sozialstrukturen weiter zu leben wie vor Beginn der Entwicklung
Im Sinne des systemischen Ansatzes ist das zu einem gewissen Maß verständlich. Viele Leute brauchen in Zeiten, in denen sie sich in einen Aufbruch im Beruf, ihrem Privatleben oder ihrer Persönlichkeitsentwicklung begeben, Ressourcen an denen sie festhalten können. Altbewährtes, das sie stabilisiert.
Aus diesem Verständnis heraus zeige ich dir nun Schritt für Schritt auf, wie du einerseits eine Grundstabilität behältst und Schritt für Schritt dein (Sozial-)Leben in die Hand nehmen kannst, um für dich eine entwicklungsfreundliche Umgebung zu schaffen.
Wie du dein (Sozial-)Leben so umformst, dass du dich in die Lüfte erheben kannst:
1. Finde Menschen, die sich auch entwickeln: Der erste Schritt ist ein einfacher für dich. Denn dein Freundes- und Bekanntenkreis reduziert sich nicht. Stattdessen suchst du soziale Ressourcen, also Menschen und Gruppen, die sich ebenfalls weiterentwickeln wollen und es auch TUN.
Hier hast du die freie Auswahl zwischen so verschiedenen Cliquen wie du dir nur denken kannst: NLP-Peer-Groups, Pick-Up-Lairs, Meditationsgruppen, Selbstständigen-Stammtische, Existenzgründer-Treffen und vieles mehr. Google danach und finde etwas in deiner Nähe, das dir inhaltlich und von den Leuten her zusagt.
Ich lasse hier nicht die Ausrede gelten, dass es in deiner Nähe oder in deiner Region nichts gäbe. Dann hast du nicht gut genug gesucht oder warst nicht flexibel genug die 40-Minuten-Fahrt in die nächst-größere Stadt auf dich zu nehmen.
Genauso gut kannst du übrigens in verschieden Foren im Internet für NLP, Persönlichkeitsentwicklung und Dating nach einzelnen Personen suchen, um dich mit ihnen zu treffen. Denn die Gruppensuche wie die Personensuche laufen auf denselben Schritt 2 hinaus, den ich dir gleich erläutere.
Zwischenfrage: Warum muss ich überhaupt soziale Ressourcen suchen?
Um dir noch mehr Motivation für diesen ersten Schritt einzuimpfen, schiebe ich an dieser Stelle noch einige „Warum-überhaupt?“-Erklärungen für dich nach. Das geht fix, weil 2 der Hauptgründe für dich sehr einleuchtend sein werden.
Erstens brauchst du einen Rahmen und soziale Partner, mit denen und an denen du dein neu erlerntes Verhalten stabilisieren kannst. Ich lege dir natürlich sehr ans Herz, dass du deine neuen Einstellung und Handlungen auch in deinen eigentlichen Freundes- und Bekanntenkreis überträgst. Aber dort sind der jeweilige soziale Status der Gruppenmitglieder und die sozialen Dynamiken eher zäh und du musst mehr arbeiten, um sie aufzubrechen und dich nach oben zu bewegen.
Auch wirst du hier in einigen Fällen auf Gegenwehr und abwertende Kommentare treffen. Lasse dich von diesen jedoch nicht von deinem Weg abbringen, denn in erster Linie bist du nun für die Maximierung deines eigenen Lebenserfolgs verantwortlich und hast keine Zeit die gedanklich und emotional mit solchen sinnlosen Grabenkämpfen abzugeben.
In neuen Kreisen fällt dir die Einführung deines optimierten Ichs schon einfacher, da das Verhalten und die Strukturen dort noch nicht in Bezug auf dich festgelegt sind und du gleich so auftreten kannst, wie du dich nun nach deinen Entwicklungsschritten siehst und empfindest. Hier kannst du einfach mal für dich ausprobieren: „Was wäre wenn ich jetzt schon dominant/selbstbewusst/ männlich/ kommunikativ/ positiv denkend oder charismatisch bis“ und dieses neue Bild von dir mehr und mehr (aus)leben.
Das andere und mindestens genauso gewichtige Argument ist die andere „Welt“ deiner neuen sozialen Ressourcen. Menschen geben sich oft mit Menschen ab, die ihnen sehr ähnlich sind. Deswegen wirst du in deinem Freundeskreis oft mit Denkweisen konfrontiert, die einer gehörigen sozialen Konditionierung unterworfen und durch Probleme eingefärbt sind und dich immer wieder in alte Denkmuster bringen, die bisher in vielen Fällen nicht erfolgreich oder förderlich für dich waren.
Schritt 2: Intensiviere den Kontakt mit den Gleichgesinnten
Nachdem nun noch mehr Motivation entfacht ist, mehr und mehr Zeit dich in neuen Gedanken- und Personen-Welten aufzuhalten, ist es Zeit für deinen zweiten Schritt.
Suche dir aus den sich entwickelnden und denk-offenen Menschen Bekannte heraus, mit denen du gut kannst und bei denen du wahrnimmst, dass ihr voneinander lernen und euch unterstützen könnt.
Triff dich am Wochenende mal mit diesen anstatt mit deinem Freundeskreis, nimm sie mit zu einer Privat-Party, verbarrikadiert euch hin und wieder im Keller um euch den Persönlichkeitsentwicklung-Vogel rauszuhauen, telefoniere mit ihnen des Öfteren und tausche dich aus.
Hierdurch werden die Schritte deines Fortschreitens größer und größer und du erhältst wahnsinnig viel Input und Unterstützung von ihnen. Ganz zu schweigen von dem Spaß, den es dir bereiten wird, so frei und offen zu reden und zu leben.
3. Schritt: Mache „Schluss“ mit negativen Personen
Wenn du bereits die ersten beiden Schritte gegangen bist oder dich inzwischen sehr verändert hast, wirst du bemerken, dass du mit gewissen Menschen aus deinem „alten“ Bekanntenkreis einfach nicht mehr auf einer Wellenlänge schwingst.
Egal ob du dich nicht mehr damit identifizierst dich jedes Wochenende hemmungslos zu betrinken, genug davon hast, wie sehr dich jemand mit negativen Programmierungen im Stile von „Führ lieber dein normales Leben weiter anstatt nach den Sternen zu greifen“ oder in wie weit eine Person (möglicherweise auch deine Freundin oder Familie) versucht dir negative (Schuld-)Gefühle zu machen.
Du hast in dir sicher bereits gespürt, wie dein Antrieb, Zeit mit diesen Personen zu verbringen weniger und weniger geworden ist. Folge dieser inneren Erkenntnis. Wenn du Personen schon lange kennst, kannst du ein offenes Gespräch führen und sie bitten, ihre negativen Verhaltensweisen abzumildern.
Aber ich weiß, dass nur wenige dieser Menschen wirklich aus ihrer Haut können. In diesem Fall solltest du sie aus deinem Leben „loslassen“ und dich mit Menschen umgeben, die dir gut tun (das können selbstverständlich auch alte Freunde sein, denn schließlich gibt es doch unter denen bestimmt einige, die gewisse wichtige Botschaften des Lebens gecheckt haben).
Durch dieses „Schluss machen“ verlierst du NICHTS in deinem Leben, das wäre der falsche Fokus. Vielmehr gewinnst du Zeit und Möglichkeiten dich noch mehr mit Menschen zu umgeben, die dir gut tun und die dich voranbringen.
4. Wenn du spürst, dass er für dich ansteht, dann mache den großen Sprung
Und wenn du diesen Steps gefolgt bist, dann steht er irgendwann für dich an: Dein großer Sprung.
Es gibt Vogelarten, da werden die Jungvögel zum Fliegen gebracht, indem man sie im flugfähigen Alter aus dem Nest schmeißt. Als Mensch musst du diesen Sprung ins „Nichts“ oft selbst tätigen.
Mache dir bewusst, wie viel Zeit, Energie und Motivation du bereits in deine Entwicklung gesteckt hast und dass du nun im flugfähigen Alter bist. Wenn du immer noch zurückgehalten wirst und du das Gefühl hast, dass ein großer Wandel für dich ansteht, dann erinnere dich: „Wer wie ein Adler fliegen will, darf sich nicht nur mit Hühnern umgeben.“
Löse die letzten Beschränkungen und Gewichte, die dich noch am Boden halten.
Ziehe aus dem Haus deiner Eltern aus oder wechsle in eine große Stadt mit wahnsinnig vielen Möglichkeiten oder kündige deinen Job und wähle eine Arbeit oder Arbeitsstelle, die dich mehr erfüllt, oder mache eine Weltreise…
Es gibt einiges worauf du dich einlassen kannst, wage es, denn du kannst nur gewinnen.
Viel Erfolg bei deinem Emporschwingen,
Pascal „Xatrix“ Levin

