7 Andy Friday

Was denken andere über mich? Und wie möchte ich sterben?

Ein reisserischer Titel, oder? Dabei trifft er genau den Nagel auf den Kopf. Und wenn ich es zum Schluss dieses Artikels geschafft habe, dass du dir eine genaue Vorstellung von deinem eigenen Tod machen wirst – und sie dein Leben von nun an mitbestimmen wird, habe ich meinen Job richtig gemacht.

„Scheiss darauf, was andere über dich denken!“

… ist ein Rat, den du wahrscheinlich oft zu hören bekommst. Wahrscheinlich erwartest du am Ende dieses Artikels das auch ich genau darauf hinaus will.

Nein, nicht wirklich. Eher im Gegenteil.

Lass mich als allererstes einmal aufräumen mit diesem Satz. Damit bin ich nämlich ganz und gar nicht d’accord. Der Satz ist unzureichend. Er stimmt nur bedingt. Und vielleicht wirst du am Ende dieses Artikels mit mir übereinstimmen, dass es dir doch wichtig sein sollte was gewisse Menschen über dich denken. Wie immer plaudere ich einfach mal aus dem Nähkästchen und sage dir: Auf einer sehr tiefen Ebene ist es mir extrem wichtig, was andere über mich denken!

Lass uns beginnen.

Zunächst einmal wollen wir rausfinden in welchen Fällen ich mir doch die Frage stellen sollte:

Was denken andere über mich?

Ja, es ist wichtig, dass du deinen Weg gehst und dich nicht durch andere beirren lässt. Wenn es um deine Berufswahl geht oder die Wahl deines Lebenspartners. Oder in einem alltäglicheren Beispiel: Ja, wenn ich mich in einer bestimmten Kleidung wohl fühle, dann ist es zu einem gewissen Grad sogar hilfreich, wenn es mir egal ist, was andere über mich denken. Und selbstverständlich sollte es mir egal sein, was die Menschen auf der Straße über mich denken, wenn ich eine Frau anspreche.

Um dir Zeit zu sparen, dich durch die Bücher und Ratgeber anderer Coaches durchzuwälzen, lass mich dir hier mit einem netten Zitat von David Foster Wallace erstmal den Grund geben, warum es in der Tat sinnfrei ist, Zeit damit zu verschwenden, über die Meinung anderer nachzudenken:

„You will become way less concerned with what other people think of you when you realize how seldom they do.“

Ein anderes schönes Zitat, dessen Autor mir aber nicht bekannt ist, lautet:

Als ich Zwanzig war, sorgte ich mich darum, was alle über mich dachten. Als ich Vierzig war, wurde es mir egal, was andere über mich dachten. Heute weiss ich, dass niemand über mich nachdenkt.

Die Grundessenz dessen ist, dass sich jeder fragt: Was denken andere über mich? Wir sind alle so davon besessen über die Meinungen ANDERER nachzudenken, dass wir nicht merken, dass JEDER sich genau die selben Gedanken macht und mit seinen eigenen Unsicherheiten ringen muss.

Gut, damit haben wir das erste aus dem Weg geräumt. Ja, es ist wichtig, seinen Weg zu gehen, ohne zu viel Gedanken an die Meinung anderer zu verschwenden. Ausserdem ist es sowieso meistens Zeitverschwendung.

Wann sollte es mir aber wichtig sein, was andere über mich denken?

Die richtigen Fragen, die wir uns stellen sollen, sind nicht etwa: Was denken andere über mich, wenn ich in dieser Schrottmühle zur Arbeit fahre, oder was denken andere über mich, wenn diese Frau mich jetzt abweist?

Nein, die richtigen Fragen, die wir uns stellen sollen, gehen viel tiefer als das. Und es ist völlig in Ordnung, sogar wichtig, dass wir uns diese Fragen stellen.

Denken andere eigentlich über mich, dass ich ein guter Mensch bin? Denken andere über mich, dass ich ein guter Freund bin? Ein guter Vater? Denken andere über mich, dass sie sich auf mich verlassen können?

Wie stellst du dir eigentlich deinen eigenen Tod vor?

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Wow, die Frage hast du jetzt nicht erwartet, oder? Aber stell dir doch einmal diese Frage: Wie siehst du dich, wenn du abtrittst? Wo siehst du dich? Wer wird da sein? Wie soll es geschehen? Wie wird die Stimmung im Raum sein.

Nimm dir einen Augenblick Zeit um für dich selber diese Frage zu beantworten.

Ich weiss nicht wieso, aber eine Geschichte ist immer bei mir geblieben. Vielleicht wird sie auch dir als Inspiration dienen.

Um zum Haus meines besten Freundes zu gelangen musste ich früher oft per Anhalter fahren. Er lebte in einem Dorf einige Kilometer ausserhalb der Stadt und Busse fuhren nur sporadisch. Und wie so oft wurde ich einmal von einem Herrn gefahren, der Altkleider und andere Spendenartikel transportierte. Er erzählte mir von seiner eigenen privaten Organisation, die er und seine Frau in Rente gegründet haben. So fuhr er oft von deutscher Stadt zu deutscher Stadt und sammelte vielerlei Dinge ein, die Menschen in Krisengebieten nötig haben könnten – Und transportierte dann einige Male im Jahr das Ganze in den Kosovo und andere Gebiete. Ich erzählte meiner Mutter davon und wir standen seitdem immer wieder in Kontakt mit ihm und gaben halbjährlich was wir konnten. Eines Tages, nachdem ich schon von zuhause ausgezogen war, fragte ich meine Mutter, ob wir nicht wieder eine Spendenbox für ihn fertig machen sollten. Mit Bedauern erzählte sie mir, dass sie vor kurzem erfahren hat, dass der Mann verstorben war. Sie hatte nämlich schon eine Box fertig gemacht und rief mal wieder bei dem Ehepaar an – nur diesmal ging die Frau ans Telefon und erzählte die traurige Nachricht: Ihr Mann sei bei einem Autounfall gestorben. Er war dabei Hilfsgüter und Spenden in Afghanistan zu fahren und ist dabei in einen Graben gestürzt und umgekommen.

Meine Mutter war betrübt von diesem tragischen Ereignis und sagte irgendwas über die Schrecklichkeit dieses Todes… Und ich werde nie vergessen, wie ich darauf reagierte. Ich war nicht etwa traurig oder mitleidig… Ich war neidisch.

Ein ganz komisches Gefühl – Aber ich fand (und finde noch immer) die Tatsache, dass dieser Mann dabei gestorben ist, als er genau das getan hat woran er glaubte – und nicht nur das, denn woran er glaubte war ein sehr nobles Ziel – ein unglaublich schöner und zufrieden stellender Gedanke war.

Und ich wurde neidisch. „Wenn ich eines Tages gehe, möchte ich, dass ich an dem gearbeitet habe, für das ich gekämpft habe. Für etwas, woran ich glaube.“ Und es war zu diesem Zeitpunkt, dass mir bewusst wurde, dass auch ich eines Tages etwas hinterlassen werde – und dass es etwas Gutes, etwas Nobles sein soll.

Diejenigen die meinem Content schon länger folgen, wissen dass ich in Romantik oft den Satz verwende „Gehen wenn es am Schönsten ist“. Dieser Mann war mittendrin das zu tun, woran er glaubte! Das war wahrscheinlich mit ein Grund, warum ich diesen Tod besonders schön fand. Komisch oder?

 

Ganz so krass stelle ich mir meinen eigenen Tod nicht vor, aber meine Vision ist dennoch sehr detailliert. Sie ist fundamentaler Wegweiser und klärt die Wichtigkeit des Satzes „Was denken andere über mich?“

Ich denke oft an diese Vorstellung und mache sie mir präsent.

Folgendermaßen stelle ich sie mir vor:

Ich bin umgeben von Menschen, die mir etwas bedeuten. Meine Kinder, meine Frau, meine engsten Freunde – alle sind sie da. Ich liege in einem Bett und schaue sie rings um mich herum an. Ein paar Tränen werden vergossen, aber die Grundstimmung ist ganz klar. Sie ist nicht von Trauer erfüllt.

Die Grundstimmung, der Ausdruck, der jedem ins Gesicht geschrieben ist, ist:

Hast du gut gemacht Andy.

Und nun hast du dir die Ruhe verdient 🙂

Du darfst gehen. 

Und mit einer tiefen Zufriedenheit und Dankbarkeit im Raum schliesse ich die Augen und mit ihnen mein letztes Kapitel.

 

Diese Vorstellung, diese Vision meines eigenen Todes – und ich hoffe er liegt noch in sehr sehr weit entfernter Zukunft – gibt mir die Richtung vor, wohin ich gehen soll. ALLES was ich tue, steht unter diesem Stern.

Sei es in der Interaktion mit Freunden, mit Kunden, oder den Frauen in meinem Leben – ich möchte, dass die Menschen sich im Guten an mich erinnern werden.

Jedes Telefonat, jede Unterhaltung, jede Bitte die ein Freund an mich hat, bei ALLEM stelle ich mir unterbewusst zuerst die Frage: Bin ich ein Vorbild in meinem Handeln? Wird er/sie zu mir herauf schauen, oder bin ich gerade kurz davor einen Fehler zu machen? Bin ich etwa kurz davor den Fehler zu machen, kurzfristige Gratifikation über langfristiges Glück zu stellen? Wähle ich womöglich Faulheit über das wovon ich weiss, dass es das Richtige ist? Wird er von mir enttäuscht sein oder wähle ich den richtigen Weg und unsere Freundschaft wird durch mein Handeln noch stärker?pexels-photo-2

Und ohne zu zögern wird mir bewusst, was zu tun ist.

 

Abschliessen möchte ich mit einem Call-To-Action für dich:

Finde etwas wofür es zu kämpfen lohnt. Und mach die Menschen, die dir etwas bedeuten, stolz. Denn was denken andere über mich, wenn ich kurz davor bin, sie für immer zu verlassen?

Andy

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