6 Sven Siebert

 

Privater und beruflicher Erfolg gehen meistens miteinander einher – hast du diese These schon einmal hinterfragt? Vielleicht hast du schon eine Ausbildung hinter dir, dein Studium mit summa cum laude abgeschlossen, möglicherweise sogar promoviert und jetzt verdienst du eine Viertelmillion im Jahr. Sei einmal ganz ehrlich zu dir – warum hast du dir den ganzen Stress angetan? Warum saßest du während der Klausurenphase sonntagabends in der Bibliothek zum Pauken? Aus welchem Grund hast du dich abends um acht mit deinen Kommilitonen getroffen um die Case Study zu bearbeiten, deren Abgabe-Deadline am nächsten Tag ablief? Vielleicht hast du aber auch ein oder mehrere Semester im Ausland verbracht und während des gesamten Studiums in einem 12m²-Zimmer gewohnt und musst jetzt noch Bafög abzahlen. Hast du all dies nur für das Geld oder die Anerkennung getan?

Ein Professor hat einmal während meines Studiums im Audimax in die Runde nach dem Grund des Studiums für die Kommilitonen gefragt. Antworten waren Sätze wie „Ich möchte einmal mehr Geld verdienen als meine Freunde und Nachbarn in der Straße“, „Wenn ich mit dem Studium fertig bin, dann kann ich mir ein großes Auto kaufen“ oder auch „Ich möchte Chef werden“.

Der wahre Grund warum ich Karriere machen wollte

Ganz egal, welches deine Gründe sind, warum du im Leben Gas gibst, bei mir – wenn ich ganz ehrlich zu mir selber bin – schwang stets im Hintergrund mit: Wenn ich einmal fertig mit dem Studium bin, einen guten Job habe, ein Auto fahre, ja wenn ich dies alles erreicht habe, dann werden mir die Frauen in Scharen den Hof machen und ich werde die Auswahl unter den schönsten und intelligentesten haben.

Vielleicht erkennst du dich auch hier in meiner Geschichte wieder: Angefangen hatte alles schon vor dem Abitur: Ich fing an Klavier zu lernen und später auch Gitarre zu spielen. Dann trat ich in die Schulband ein. Ich kaufte mir Bücher von Autoren wie Herrmann Hesse, um bei literarischen Themen bewandert zu sein und mitreden zu können. Schaute Filme an, die man gesehen haben musste, um mitreden zu können. Ich kaufte mir sogar CDs, von denen ich dachte, dass Mädels, wenn sie bei mir zu Hause sein würden, die Musik mögen würden. Später dann im Studium fing ich mit Spanisch an, denn Französisch konnte ich ja schon – eine dritte Fremdsprache würde bestimmt attraktiv für Frauen sein. Ich lebte mehrere Jahre in Ländern wie England und Mexiko, flog um die Welt um beispielsweise in Neuseeland einen Surfkurs zu machen. Es ging noch weiter: Das Erlernen weiterer Sprachen wie Portugiesisch und Russisch war als nächstes dran. Ja, ich gründete sogar eine eigene Firma.

Du erkennst hier schon die Intensität meiner Anstrengungen und wahrscheinlich hast du nicht das Gleiche unternommen, jedoch hast du bisher ähnliche Anstrengungen in deinem Leben gemacht. Oder du denkst jetzt vielleicht: Tolles Leben, das sind die Ingredienzien, aus denen Erfolg in allen Lagen gemacht ist.

Weit gefehlt!

Ich hatte alles außer Frauen

Trotz all dem sind immer die anderen mit dem hübschen Mädel im Arm aus dem Club nach Hause gegangen.

Trotzdem ist der (wie ich damals sagte nette aber sehr egoistische) Kommilitone aus dem Studium mit der Süßen aus dem Wirtschaftsenglischkurs zusammengekommen, obwohl ich mich doch so angestrengt hatte, nett zu ihr zu sein und ihr den Hof zu machen.

Trotzdem rissen sich die Mädels in meinem Umfeld ihren süßen Allerwertesten auf, um anderen Männern zu gefallen und ihnen sogar hinterherzulaufen. Mich hingegen schoben sie in die berühmt-berüchtigte Freundschaftszone ab. Ja, ich ging oft mit hübschen Mädels Kaffee trinken, aber sie weinten sich nur aus über die Männer, die sie „ins Bett kriegten um sie anschließend zu verarschen“.

Nur damit es in den richtigen Kontext gerückt wird: Deinen Horizont zu erweitern ist eine sehr gute Sache und das sollst du sogar, denn so wächst du als Mensch insgesamt. Die Frage ist vielmehr der Fokus deiner Anstrengungen: Sind sie intrinsisch oder extrinsisch motiviert? Das bedeutet:

 

Willst du an dir selbst wachsen oder tust du dies alles um anderen zu gefallen – oder weil du glaubst, damit anderen zu gefallen.

 

Mache einmal die folgende Übung: Gehe vor deinem geistigen Auge die Situationen in deinem Leben durch, in denen du dich wirklich angestrengt hast. Frage dich jetzt – und sei hier wirklich ganz ehrlich mit dir selber – aus welchem Grund du dieses oder jenes getan hast. Vielleicht erschließt sich der wahre, tiefere Grund nicht sofort und es ergibt sich eine Art Kausalkette. Bei mir hat es beispielsweise so ausgesehen:

  • Ich studiere, um später einen besseren Job zu bekommen.
  • Ich will den besseren Job, weil ich dadurch mehr Geld verdiene.
  • Ich benötige das Geld, um einer Frau etwas bieten zu können (Haus, Auto, Sicherheit, etc.).
  • Ich muss dem Mädel etwas bieten, um eine abzukriegen.
  • Wenn ich einmal ein Mädel habe, dann wird alles gut und alles meine Sorgen und Nöte werden sich in Luft auflösen.
  • Wenn sie sich in Luft auflösen, dann bin ich glücklich.

Und bevor du weiterliest, mache am besten diese Übung sofort!

 

Wenn du jetzt diese Übung durchgeführt hast, dann wird bei dir vermutlich am Ende der Kette auch etwas stehen wie „..dann bin ich glücklich“. Das ist auch vollkommen ok, denn Glückseligkeit ist das Ziel des Strebens der meisten von uns. Die große Frage ist nur, wie kommst du dahin? Ist deine aktuelle Kausalkette auch so lang, wie meine damals war?

Meine Kette lässt sich heute in etwa so beschreiben:

  • Ich habe Erfolg in allen Bereichen meines Lebens und das macht mich glücklich.
  • Wenn Dinge auch manchmal schwierig erscheinen, dann arbeite ich so lange an der direkten Ursache, bis ich auch hier erfolgreich bin.

Was fällt dir hierbei auf? Richte deinen Fokus nicht auf Pseudogründe, die dich davon ablenken, dein eigentliches Ziel, glücklich zu sein, zu erreichen. Das führt dazu, dass du dich nicht selbst belügst und keine Ausreden suchst, warum es mit diesem oder jenem nicht klappt. Klar solltest du weiterhin neue Dinge lernen und beispielsweise die Welt durch Reisen erkunden. Allerdings tue dies für dich selber und nicht aus dem Grund, andere zu beeindrucken oder etwas Bestimmtes damit zu erreichen.

Stichwort: Direkt leben

Egal, wie du für dich deinen persönlichen Erfolg mit Frauen definierst, ob es viele sexuelle Abenteuer sind oder eine feste Beziehung mit der Frau deiner Träume – Sexualität ist ein fester und genetisch verankerter Bestandteil deines Lebens. Eines deiner Ziele ist es, genau dieses zu erreichen. Das ist der Grund, warum du überhaupt auf diese Website gelangt bist.

Der erste Schritt ist es, die Gründe, warum du etwas Bestimmtes tust, für dich selber zurechtzurücken. Studium, Ausbildung und Beruf sind in erster Linie dazu da, deine Brötchen zu verdienen und dein Leben angenehmer zu gestalten. Für besseren Erfolg mit Frauen gibt es andere Dinge, die du direkt tun kannst, damit sich der Erfolg direkt einstellt, ganz im Sinne einer kurzen Kausalkette. Welche Dinge dies sind und wie du sie erreichst, erfährst du in den restlichen fünf Teilen dieser sechsteiligen Artikelreihe.

Kleiner Vorgeschmack: Im nächsten Teil dieser Artikelreihe geht es um Macht und Sex. Ich werde die Frage beantworten, ob wirklich alles im Leben darauf hinaus läuft und welche Schlüsse du aus der Antwort daraus für deinen direkten Erfolg mit Frauen ziehen kannst.




1 Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere

Kommentar jetzt posten