Dominik van Awe
Flirttipps für MännerMännlichkeitSelbstbewusstseinAusreden

Neujahr ist noch nicht so lange her und vielleicht erinnerst du dich ja noch an deine guten Vorsätze, dein Wille zur Weiterentwicklung und all die Dinge, die du erreichen willst. Sei es, dass du früher aufstehen willst, mehr Sport machen willst, mehr Frauen in deinem Leben (und Bett) haben willst. Doch sei einmal ehrlich zu dir: Die Vorsätze und Ziele sind nicht wirklich neu und viele hast du dir bestimmt schon letztes Jahr gesetzt, nur leider hast du das Meiste, dass du machen wolltest, doch nicht gemacht.

Doch woran liegt es, dass obwohl du die hübsche Frau in dem Supermarkt ansprechen wolltest, du dann doch an ihr vorbei geschlichen bist ohne „Hallo“ zu sagen? Woran liegt es, dass du zum Sport wolltest, aber du dann doch zu „kaputt“ warst? Wenn es um Ausreden geht sind wir unglaublich kreativ!

Lass uns starten, deine Ausreden loszuwerden

Damit geht es nicht nur dir so. Ich selbst habe zu Beginn meiner Entwicklung vieles gewollt aber dann doch nur wenig davon gemacht. Bis ich herausgefunden habe, woran das lag und wie ich meinen inneren Antrieb in Gang setzen konnte. Ansonsten würde ich nicht das Leben führen, was ich heute habe. Dazu eine kleine Geschichte, vielleicht fällt dir dabei schon etwas auf.

Eine Geschichte vom Mönch und seinem Schüler

Ein Schüler eines Klosters ging mit seinem Meister einmal an einem See spazieren und fragte ihn: „Meister, was ist wollen?“

Der Meister packte seinen Schüler daraufhin mit einem gekonnten Griff an dessen Kutte und tauchte ihn mit seinem Kopf unter Wasser. Der junge Mönch verhielt sich zunächst eher ruhig und und nach kurzer Zeit fing er an aufstehen zu wollen. Aber der Meister hielt seinen Kopf weiterhin fest unter Wasser. Es dauerte nicht lange, dann fing er an zu kämpfen, aber der Mönch hielt ihn fest. Dann bäumte sich der Schüler mit seiner gesamten Kraft auf, aber der Alte hielt ihn fest unter Wasser. Dann nach einer letzten großen Anstrengung erlahmte er.

Dann hob der Meister ihn hoch. Es dauerte etwas bis der Schüler sich erholt hatte. Dann fragte ihn der Meister: „Nun, wie ist es dir ergangen und was hast du dir gedacht?“

Der Junge antwortete: „Als du meinen Kopf unter Wasser tauchtest, habe ich mir gedacht, dass du mir damit etwas zeigen willst und mir gingen viele verschiedene Gedanken durch den Kopf.“

„Und dann?“

Dann merkte ich aber, dass du meinen Kopf unter Wasser hieltest und ich probierte aus, wie hart dein Griff war.“ „Und dann?“

Ich merkte, dass ich mich nicht befreien konnte und ich stemmte mich mit aller Kraft dagegen.“

„Und dann?“

Dann hatte merkte ich, dass ich keine Luft mehr hatte und dann hatte ich nur noch einen Gedanken im Kopf – Luft, Luft, um Himmels Willen Luft.“

Darauf hin sagte der Meister: „Genau das ist Wollen!“

Es kommt darauf an, wie sehr du es willst

Der Junge in der Geschichte wollte unbedingt wieder Luft haben. So sehr, dass er ALLES dafür tun würde. In dem Moment gab es keinen Spielraum für Ausreden. Wenn du etwas wirklich willst, dann wirst du alles daran setzten es zu bekommen.

Hier ist das Problem bei vielen Vorsätzen und Zielen: Du willst es, meinst damit aber eher, „es wäre schon wenn,…, aber wenn nicht, dann ist auch nicht schlimm.“ Du willst es nicht so sehr wie der Junge Luft haben wollte.

Schau dir erfolgreiche Männer an, sie wollen die Sache unbedingt. Zu scheitern, nicht voran zu kommen, ist keine Option. Wenn etwas nicht funktioniert wird gleich das nächste ausprobiert. Wenn etwas unangenehm ist wird der Schmerz ausgehalten. Andere Dinge werden dafür geopfert.

Wahrscheinlich denkst du dir gerade, dass es in der Geschichte um Leben und Tod geht und da natürlich der Wille am stärksten ist. Ja das stimmt. Es gibt kein stärkeren Antrieb als den zu überleben. Du wirst alles tun, um zu überleben. Zu überleben IST der Antrieb.

Hier sind wir aber bei einer anderen Frage, nämlich:

Warum willst es?

Warum eigentlich willst du es? Warum hast du dieses Ziel?

Wenn du nicht zu 100% für dich selbst weißt, warum du all die Mühen und Arbeit auf dich aufnehmen solltest, wenn du auch bequem Zuhause sitzen könntest, wirst du auch immer Ausreden finden es nicht zu tun.

Das WARUM ist dein innerer Antrieb. Das „warum“ kommt zuerst. Das „wie“ findest du dann schon heraus, alleine schon weil du nicht aufgibst und immer weiter dranbleibst.

Nimm dir daher 30 Minuten Zeit und schreibe dir wirklich konkret auf, warum du die Dinge erreichen möchtest, die du dir vornimmst. Was hast du am Ende davon? Wie fühlst du dich dabei? Warum sind dir diese Ziele so wichtig? Welchen Einfluss hat es auf dich als Person, als Mann?

Wenn du dir im klaren darüber bist, warum du die Ziele erreichen willst, oder warum gerade der Weg dahin so wichtig für dich ist (z.B. um männliche Charaktereigenschaften wie Disziplin oder Unabhängigkeit zu trainieren), dann schaue dir diese Gründe jeden Tag kurz an.

Du wirst dadurch merken, wie du mehr Energie investieren wirst und weniger Ausreden parat hast, oder dir Ausreden einfach egal sind und du es trotzdem machst!

Ich wünsche dir viel Erfolg auf deinem Weg.

Dein,

Andy

Fotoquelle: Success Concept Stock Image by watiporn von freedigitalphotos.net 




1 Kommentar

  1. Guter Text, nur bezüglich der Geschichte und dem Mönch gibt es von mir anzumerken, dass das Original kein Mönch war, sondern von Sokrates übermittelt wurde. Hier der Text:

    Der Philosoph Sokrates war für seine Weisheit bekannt und wurde aus diesem Grund immer wieder von Ratsuchenden konsultiert. Eines Tages war ein junger Mann unter ihnen, der Sokrates folgende Frage stellte: „žWas ist das Geheimnis für Erfolg im Leben?“œ Sokrates antwortete: „žKomm morgen Früh zum Fluß.“œ So geschah es.

    Am nächsten Morgen standen die beiden Männer am Ufer und Sokrates sagte: „žJetzt gehen wir in den Fluss.“œ Der junge Mann folgte Sokrates bereitwillig. Als beide bis zum Hals im Wasser standen, packte Sokrates den jungen Mann ganz plötzlich und drückte dessen Kopf unter Wasser. Der arme Kerl wehrte sich verzweifelt, aber Sokrates ließ ihn nicht los. Lange, lange nicht.

    Als er endlich seinen Griff lockerte, prustete und hechelte der junge Mann völlig außer sich. Sokrates fragte: „žAls du dort unten im Wasser warst: was wolltest du am meisten?“œ „žLuft natürlich!“œ rief der junge Mann. „žSiehst, du“œ, sagte Sokrates, „ždas ist das Geheimnis des Erfolgs: Wenn Du Erfolg so sehr willst, wie du unter Wasser Luft wolltest, dann wirst du auch Erfolg haben.“œ

    😉

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