10 Minuten Lesezeit Dominik van Awe

Plötzlich sind alle Augen auf dich gerichtet. Du weißt nicht, was du sagen sollst und fühlst dich ertappt. Am liebsten würdest du dich schnell wieder verkriechen, doch in deinem Kopf herrscht komplettes Chaos. Du fühlst dich beobachtet und bewertet. Was sollst du als Nächstes tun? Was ist das richtige Verhalten?

Die Angst gesehen zu werden, ist nur eine Ausprägung niedrigem Selbstbewusstseins, doch sie zeigt deutlich, wie einschneidend es sein kann und wie sehr es das eigene Leben begrenzt, wenn wir uns nicht trauen uns zu zeigen.

Wie werde ich selbstbewusster?
Du wirst Selbstbewusst durch deine Handlungen, wie Sprechweise und Taten und dein Auftreten, wie deine Körpersprache und Körperhaltung.

Menschen bemerken das positiv und empfinden dich als angenehmen Gesprächspartner und suchen deine Nähe.

Die Folge: Du fühlst dich wohl und entspannt, was dein selbstbewusstes Auftreten verstärkt.

Mit diesem ultimativen Leitfaden zum Selbstbewusstsein wirst du erfahren, woran es liegt, dass du bisher ein eher niedriges Selbstbewusstsein hattest und was du dagegen tun kannst.

Du lernst, wie wichtig andere Menschen dafür sind, dass du ein gesundes Selbstbewusstsein besitzt und wie du dich so verhältst, dass Menschen dir ein großes Selbstbewusstsein zu schreiben, ohne sie zu manipulieren oder deine Persönlichkeit ändern zu müssen.

Und du wirst erfahren, was deine Emotionen und dein Kopf damit zu tun haben und wie du beide zu deinen Freunden machst, sodass du von nun an stolz und selbstbewusst auf Menschen zu gehen kannst und diese sich in deiner Nähe wohlfühlen.

WICHTIG: In diesem Leitfaden teile ich mein Wissen aus 10 Jahren Selbstbewusstseins-Coaching, mit dem ich hunderten Männern bereits zu einem besseren Leben geholfen habe. Um das meiste aus diesem Artikel für dich herauszuziehen, ist es wichtig, dass du ihn dir als Lesezeichen speicherst, damit du schnell wieder zurückfindest und jeden Tag am Praxisteil arbeitest.
Kapitel 1:

Was ist Selbstbewusstsein?

Wenn du “Selbstbewusstsein”, “selbstbewusster werden” oder “Selbstbewusstsein stärken” googlest und dir dann die Ergebnisse anschaust, spiegelt das oft den Informationen wider, die du auch von deinen Bekannten und Freunden bekommen würdest:

Um Selbstbewusstsein aufzubauen, musst du (und dann kommt immer die sprachliche Dekonstruktion des Wortes) einfach nur “deinem selbst bewusst sein”.

Wow, das klingt so wichtig und bedeutungsschwanger!

Was soll das heißen?

Ich muss gestehen, ich trainiere seit 10 Jahren Männer, selbstbewusster zu werden und ich habe keine Ahnung, was diese Phrase bedeuten soll.

Und wenn ich das schon schwer zu verstehen finde, wie muss es dann dir gehen?

Oder jemandem generell, der vermutet ein niedriges Selbstbewusstsein zu haben?

Was ist eigentlich Selbstbewusstsein?

Was ist eigentlich Selbstbewusstsein?

Die Kollegen und anderen Webseiten meinen es ja gut, wenn sie dann davon sprechen, dass du herausfinden sollst, was deine Stärken und Schwächen sind. Dass du zu deinen Bedürfnissen stehen sollst und auch mal mit dem Fuß aufstampfen sollst, wenn etwas gegen deine Werte geht.

Cool. Alles richtig.

Aber wie machst du das?

In den ersten 22 Jahren meines Lebens (zum Zeitpunkt, an dem ich diesen Leitfaden schreibe, bin ich 33 Jahre alt) war ich selbst jemand, der im Internet nach “Selbstbewusstsein aufbauen” gesucht hat. Diese Tipps sind mir daher bekannt.

Und wenn es dir nur annähernd geht, wie mir damals, dann ist es sehr viel leichter gesagt, als getan, herauszufinden, was die eigenen Stärken und Schwächen sind.

Tatsächlich ist es so, dass diese Dinge an mir selbst herauszufinden, seit 10 Jahren anhält und ich immer wieder neue Stärken und Schwächen entdecke.

Wie sollte ich das damals aufgrund eines Blogartikels feststellen?

Wie sollst du das heute aufgrund eines Blogartikels feststellen?

Deshalb hier eine Entwarnung für dich: Du musst nicht herausfinden, was deine Stärken und Schwächen sind, um selbstbewusster zu werden. Du musst dich auch nicht auf den Boden in der Fußgängerzone legen oder dort ein Referat über Pokémon halten, damit du ein starkes Selbstbewusstsein hast.
(Eine Aufgabe, die viele falsch verstehen und diese zur Komfortzonen Erweiterung machen.)

Befolge lediglich diesen Leitfaden und ich garantiere dir, dass du schon morgen ein stärkeres Selbstbewusstsein spüren wirst.

Im weiteren Verlauf wirst du erfahren, was du also heute noch tun kannst, damit Menschen morgen interessierter auf dich reagieren, wodurch von Tag für Tag anziehender für sie wirst.

Aber zuerst müssen wir eine wichtige Sache klar stellen.

Was ist Selbstbewusstsein und warum verstehen so viele Menschen es falsch?

WICHTIG! Lesen: Definition und die Bedeutung von Selbstbewusstsein für dich

Selbstbewusstsein bedeutet im psychologischen und soziologischen Kontext, dass du dir selbst ein gewisses Vertrauen und Zuversicht in deine Zukunft entgegenbringst und damit optimistisch agierst und andere mitziehen kannst.

Der Begriff umfasst ebenfalls die Begriffe Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, denn im Allgemeinen heißt Selbstbewusstsein, dass du von dir und deinen Fähigkeiten, sowie deinem Wert als Mensch überzeugt bist und dies ausstrahlen kannst.

Die Bedeutung von SelbstbewusstseinDas bedeutet für dich, dass du dein Selbstbewusstsein aufbauen kannst, indem du Dinge tun kannst, die etwas ausstrahlen und deine Mitmenschen so dein Selbstbewusstsein bemerken.

Um dies weniger kryptisch auszudrücken, schau dir direkt den nächsten Abschnitt an, hier erfährst du, was damit gemeint ist:

Was ist Selbstbewusstsein NICHT?

Selbstbewusstsein ist keine Einbahnstraße.

Viele Menschen stellen sich Selbstbewusstsein so vor, dass sie dies entweder haben oder nicht. Entweder sie sind es oder nicht.

Doch das ist ein Irrglaube.

Mit diesem Gedanken zäumst du das Pferd von hinten auf.

Oder anders ausgedrückt: Es ist ein Kampf, den du verlieren wirst.

Stell dir vor, du bist auf einer Party und einer der Gäste benimmt sich schwer daneben. Er pöbelt die anderen Gäste an, beleidigt sie und stört das friedvolle Feiern der anderen Partyteilnehmer.

Du beschließt auf ihn zuzugehen und ihn zu konfrontieren:

“Hey, du bist ein richtiges A*schloch!”

Woraufhin er antwortet: “Nein, bin ich nicht.”, und sich von dir wegdreht.

Nein, bin ich nicht!

Nein, bin ich nicht!

Was machst du dann?

Du bist doch ganz klar im Recht. Niemand der anderen Gäste möchte ihn in der Nähe haben. Es wäre für alle das Beste, wenn er wieder geht.

Natürlich ist er ein A*schloch.

Wie kann er das verneinen?

Das kann er doch gar nicht wissen, wie er auf andere wirkt.

Und genau hier ist der Denkfehler.

So viele Menschen wollen selbstbewusster werden und machen und tun.

Wenn sie mal von jemandem darauf angesprochen werden, dass sie es doch schon sind, verneinen sie dies.

Vielleicht kennst du selbst diese Situation.

Jemand macht dir das Kompliment und lobt dich für dein Selbstbewusstsein. Doch du verneinst. “So selbstbewusst bin ich aber nicht!”

Die andere Person denkt sich hier dasselbe, wie beim A*schloch:
“Das ist nicht deine Aufgabe, das zu beurteilen.”

Und recht hat sie.

Ob du selbstbewusst bist oder nicht beurteilen deine Mitmenschen.

Niemals du selbst.

Es ist nicht deine Aufgabe zu beurteilen, ob du selbstbewusst bist

Es ist nicht deine Aufgabe zu beurteilen, ob du selbstbewusst bist

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber als mir das damals klar geworden ist, …

ist mir eine große Last von den Schultern gefallen.

Selbstbewusstsein war auf einmal kein unrealistisches Unterfangen.

Es fühlte sich nicht mehr an, wie einen schweren Felsen den Berg hochzurollen, nur um diesen in einem schlechten Moment wieder durch die Finger gleiten zu lassen,

um schließlich wieder ganz vor vorn zu beginnen.

Nein, Selbstbewusstsein war auf einmal keine Einbahnstraße mehr.

Es war ab sofort ein Dialog.

Und zu einem Dialog gehören immer zwei.

Wie entsteht Selbstbewusstsein?

Wie gesagt, besteht das Wort Selbstbewusstsein aus den Wörter “Selbst” und “Bewusstsein”.

Das “Selbst” dabei ist hier sehr interessant, wenn wir uns fragen, wie wir selbstbewusster werden können.

“Der Mensch wird am Du zum Ich”

· Martin Buber, 1923, Religionsphilosoph, Ich und Du

In dieser Aussage vom Religionsphilosophen Martin Buber wird deutlich, wie das Ich, also das Selbst entsteht.

Um das Selbst zu bilden – und damit entsprechend auch das Selbstbewusstsein – brauchen wir andere Menschen.

Wir brauchen eine Umwelt, die uns unser Verhalten, Gefühle und Gedanken zurückspiegelt.

Erst dann können wir uns eine Bild über uns selbst machen und dieses wachsen lassen.

Als Menschen müssen wir mit anderen Menschen in Verbindung treten, um unser Ich, unser Selbst zu formen.

Dies tun wir jedoch NICHT, wie bei einem Echo, dass wir auf eine Felswand werfen und dann unsere eigene Stimme zurückgespiegelt hören…

… so, wie es wäre, wenn Selbstbewusstsein eine Einbahnstraße wäre.
Wir wären alleine verantwortlich für das, was von der Felswand zurückkommt.

Nein.

Das Selbst geht stattdessen in Resonanz.

Wir stärken unser Selbstbewusstsein, indem wir mit anderen Menschen interagieren.

Du kannst dir das wie bei zwei Gitarren vorstellen, wobei du die eine Gitarre bist und dein Gegenüber die andere.

Zupfst du nun eine Saite deiner Gitarre, wird nach kurzer Zeit, die gleiche Saite, der anderen Gitarre ebenfalls klingen.

Das ist Resonanz.

Selbstbewusstsein ist eine Resonanz, wie bei zwei Gitarrensaiten

Selbstbewusstsein ist eine Resonanz, wie bei zwei Gitarrensaiten

Durch dein Verhalten – das Zupfen und Klingen der Saite – beeinflusst du dein Gegenüber, der dein Verhalten auf- und vielleicht sogar übernimmt.

Das heißt, um unser Selbstbewusstsein aufzubauen, stehen wir immer in Wechselwirkung mit den Menschen um uns herum.

Das bedeutet auch, dass ein Mensch, der nur wenig Kontakt zu anderen Menschen hat, entsprechend wenig Selbstbewusstsein aufbauen kann.

Im Umkehrschluss heißt das: Suche den Kontakt zu anderen Menschen.

Lass dich inspirieren von ihnen.

Leg dein Herz auf deine Zunge…

und zeige dich der Welt.

Wie schadest du deinem Selbstbewusstsein?

Du schadest deinem Selbstbewusstsein durch bestimmte körperliche Signale, die du an deine Mitmenschen sendest. Signale, die ihnen zeigen, dass du gerade nicht offen und freundlich auf sie reagierst.

Das ist oft sehr schade, denn gerade zurückhaltende und schüchterne Menschen, erfahren häufig, dass andere sie aufgrund ihres stillen Verhaltens für arrogant oder unnahbar halten. Der Grund ist, dass sie nicht wissen, wie sie sich offen und freundlich verhalten können und sich so für zurückhaltend entscheiden.

Sie sind dann oft bestürzt und negativ überrascht, dass jemand anders sie für arrogant halten würde, denn sie haben genau das Gegenteil im Sinn und würden so gerne den Anschluss finden oder eine interessierte Frage an eine Person richten. Doch sie wissen nicht wie.

Wenn Selbstbewusstsein aus Resonanz, also aus dem Dialog entsteht und andere Menschen und zurück spiegeln, ob sie uns selbstbewusst wahrnehmen, schaden wir stark diesem Selbstbewusstsein, wenn wir genau diese Ausstrahlung,

die Menschen an uns wahrnehmen, zurückhalten.

Das heißt, du schadest dir, indem du versuchst dich zu verstecken. Oder dich kleinzumachen.

In den meisten Fällen, die ich bei anderen Menschen bemerke und sie deshalb für weniger selbstbewusst halte, zeigen sich folgende Merkmale:

  • leise Sprechweise
  • gebückte Haltung
  • blasses Gesicht und kaum Ausdruck
  • wenig Gestik
  • monotone Sprechweise
  • schnelles Sprechen

Heißt das nun für dich, dass du einfach nur das Gegenteil von den aufgezählten Merkmalen machen musst?

Das würde schon helfen, ja. Es würde dir einen großen Schub an Ausstrahlung geben, die andere anziehend finden werden.

Doch nur das Gegenteil davon zu tun, wird nicht reichen. Deswegen bekommst du im folgenden Abschnitt des Leitfadens die 4 Säulen des Selbstbewusstseins an die Hand, damit du ab sofort nie wieder mit niedrigem Selbstbewusstsein zu kämpfen hast.

Kapitel 2:

Bin ich selbstbewusst? Mache den Selbsttest

Damit du jedoch vorher noch sicher gehen kannst, ob diese 4 Säulen für dich wirklich relevant sind, solltest du diesen Selbsttest einmal ausfüllen.

Er wird dir verraten, ob dein Selbstbewusstsein noch Training bedarf oder ob du eigentlich schon gut dabei bist und nur eine kleine Auffrischung brauchst.

Viel Spaß!

Kapitel 3:

Selbstbewusstsein stärken durch 4 zentrale Säulen – Die SKEM-Methode

Kommen wir nun zum Kern des Leitfadens und dem Grund, warum du hier bist.

Du willst selbstbewusster werden. Das ist gut.
Jeder Mensch sollte das sein.

Es ist ein schönes Gefühl, welches allemal besser ist, als das Gefühl der Rastlosigkeit und der Sorge darüber, was andere Menschen von dir denken.

Über sich selbst zu glauben, kein Selbstbewusstsein zu besitzen und immer auf der Suche danach zu sein, lässt dich vielleicht fühlen, als würdest du nicht dazu gehören.

Als würden andere immer wieder ihr Leben genießen können, während du von Selbstzweifeln zerfressen wirst und glaubst, nicht gut genug zu sein.

Vielleicht versuchst du manchmal auszubrechen und in dich in diesen Momenten zeigen zu wollen. Nur um später oder am nächsten Tag, dir darüber den Kopf zu zerbrechen, dass sich diese Episode nicht richtig angefühlt hat und was die anderen wohl jetzt über dich denken…?

Ich kenne das von mir und von meinen Coaching-Teilnehmern. Deshalb sollst du hier deine Schritt-für-Schritt Anleitung bekommen, wie du von nun an,

  • mit dem Grübeln aufhörst
  • nicht mehr schüchtern und zurückhaltend sein musst
  • nie wieder das Gefühl hast, dass andere über dich tuscheln oder lachen
  • das Gefühl hast, auch dazu zu gehören
  • endlich du selbst sein kannst.

Deshalb wiederhole ich nochmal:

Selbstbewusstsein ist immer ein Dialog.

Du alleine bestimmst nicht darüber, ob du es hast oder nicht.

Du kannst aber Verhaltensweisen zeigen, die deinem Gegenüber vermuten lassen, dass du ein starkes Selbstbewusstsein hast, womit er oder sie dich entsprechend behandeln wird, …

wodurch du dein Selbstbewusstsein sogar noch festigen wirst.

Wie in diesem Schaubild dargestellt:

Die 4 Säulen des Selbstbewusstseins - SKEM-Methode

Die 4 Säulen des Selbstbewusstseins – SKEM-Methode © Dominik van Awe

Du baust dein Selbstbewusstsein anhand meiner SKEM-Methode auf 4 zentralen Säulen auf.

Dabei handelt es sich um zwei Säulen, die im Außen stehen und zwei, die im Innen stehen.

Heißt: Zwei Säulen beschäftigen sich damit, was du ausstrahlst, damit du Selbstbewusstsein zurückgespiegelt bekommst und zwei Säulen beschäftigen sich mit deiner inneren Welt.

Diese Säulen sind:

  1. Sprache
  2. Körpersprache
  3. Emotionen
  4. Mentales

Kurz: Die SKEM-Methode für felsenfestes Selbstbewusstsein.

Eine Sache noch vorweg:

Du bekommst hier handfeste Tipps, wie du dein Leben sofort ändern kannst.

Deshalb ist es wichtig, dass du dich verpflichtest, dieses Tipps wirklich umzusetzen.

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Säule 1: Sprachliches Selbstbewusstsein

Wir merken es kaum, aber allein durch unsere Wortwahl, senden wir an unser Gegenüber aus, ob er oder sie uns als selbstbewusst wahrnehmen soll oder nicht.

Sprache ist die Kleidung der Gedanken

Immer wieder – gerade im deutschsprachigen Raum – finden wir hier sprachliche Muster, die dafür sorgen, dass anderen Menschen weniger zu trauen. Einige dieser Muster, machen die jeweilige Person zu einem wahren Energievampir, ohne, dass sie es merkt.

Aber auch für deine persönliche Führungsstärke sind diese sprachlichen Muster wichtig:

Menschen sind wie Lemminge. Sie wollen folgen.

Menschen wollen folgen. Weil führen denken bedeutet. Denken ist anstrengend und verbraucht Energie.

Zudem sind bei der Führung Entscheidungen notwendig, die Konsequenzen nach sich ziehen, die wiederum einen hohen Energieaufwand bedeuten können.

Selbstbewusste Sprache, damit Menschen dir zuhören

Selbstbewusste Sprache, damit Menschen dir zuhören

Es ist einfacher sich zurückzulehnen. Sich anzupassen und jemandem zu folgen, der diese Rolle einnehmen will.

Diese Führungsrolle gibt es in jedem Freundeskreis, in jeder Beziehung, auf der Arbeit, in sämtlichen sozialen Interaktionen.

Wenn du nicht die führende Person bist, bist du jemand, der folgt.

Das ist nicht schlimm.

Du musst deshalb nicht in ein pseudo-Alphagehabe verfallen und eine Rolle spielen, die du nicht spielen willst.

Jedoch, wenn sich eine neue Gruppe formt und du nicht direkt führendes Verhalten zeigst, wird sich der schwarze Peter so lange zugeschoben, bis es jemand macht.

Aber so lange passiert auch nichts und die Gruppe bewegt sich nicht vom Fleck.

Das kennst du vielleicht, aus deinem Studium. Als sich am ersten Tag neue Gruppen der Ersties geformt haben und jeder höflich sein wollte, um nicht negativ aufzufallen.

Während dieser höflichen Phase hat niemand gesagt “Lass uns mal darüber stellen” oder zwei Leute einander vorgestellt.

Das jedoch sind nur kleine Dinge, die du in einer Gruppe tun kannst, damit du mit einer führenden Rolle wahrgenommen wirst.

Was dir das bringt, die Gruppe oder generell Menschen zu führen?

Das ist attraktiv.

Für andere Menschen generell und insbesondere für Frauen.

Verallgemeinerung

Der erste und wichtige Punkt, den du unterlassen solltest, ist Dinge zu verallgemeinern.

Zu Verallgemeinerungen – oder auch Generalisierungen gehören Wörter, wie:

  • immer
  • nie
  • alle
  • niemand
  • und ganz besonders: man

Was wäre, wenn jemand behaupten würde, dass du IMMER zu spät kommst und deine Küche NIE aufgeräumt ist?

Kannst du das direkt so akzeptieren?

Hat diese Person recht?

Wahrscheinlich nicht.

Du kannst dich direkt vermutlich an mindestens eine Gelegenheit erinnern, bei der du pünktlich warst und weißt definitiv, dass du deine Küche auch mal im sauberen Zustand erlebt hast.

Wenn jemand Situationen generalisiert, dann übertreibt sie und spricht damit nicht die Wahrheit.

Das führt dazu, dass sich die angesprochene Person verteidigen möchte, was wiederum dazu führt, dass eure Beziehung zueinander einen Dämpfer bekommt.

Du kommunizierst hier nicht mehr in einem MITeinander, sondern in einem GEGENeinander.

Du trennst die Verbindung zwischen euch, was zu Missmut und Misstrauen führt.

Nutze stattdessen ehrlichere Aussagen, wie

  • oft
  • häufig
  • manchmal
  • selten
  • viele
  • einige
  • wenige
  • kaum jemand

Damit wirst du schon merken, dass dein Gegenüber sich hier mehr öffnen kann, weil er oder sie nicht das Gefühl haben wird “immer” “alles” falsch zu machen, sondern nur ein kleines Feedback bekommt.

Er geht also nicht direkt in eine Verteidigungsposition.

“Man” oder du?

Die wichtigste Verallgemeinerung, die wir uns hier jedoch anschauen müssen, ist das Wörtchen “man”.

“Man” hat zwei Bedeutungen.

Zum einen können wir “man” sagen, wenn wir damit “jemand oder irgendjemand” meinen.

Der Duden sagt dazu folgendes:

Definition man

Definition man / Quelle: duden.de

Diese Variante ist okay und vertretbar.

Es ist nicht das eleganteste sprachliche Mittel, sich so auszudrücken, aber das kann “man” schon so machen 😉

Das Problem besteht in der zweiten Bedeutung, bzw. im zweiten Kontext, in welchem besonders im deutschsprachigen Raum “man” benutzt” wird.

Und zwar, wenn wir eigentlich “ich” meinen.

Definition man, wenn man ich meint

Definition man, wenn man ich meint / Quelle: duden.de

Beispiele aus ganz normalen Alltagsgesprächen sind folgende:

  • Man weiß da nicht, was man da tun soll
  • Man muss ja morgens aufstehen
  • Man ist schon etwas unsicher, wenn die Frau nicht sofort antwortet
  • Man will ja auch alles richtig machen und wird dann doch enttäuscht
  • Wenn man jemanden gern hat, tut es weh, wenn man ihn verliert

Wie wirken diese Sätze auf dich?

Wirken sie so, als ob der Sprecher, sein Leben im Griff hat und Entscheidungen treffen kann?

Oder wirken sie eher so, als würde er vom Leben gelebt und hat keinen Einfluss auf das, was mit ihm geschieht?

Bauen wir die Sätze doch einmal um, indem wir “ich” benutzen.

  • Ich weiß nicht, was ich da tun soll
  • Ich muss ja morgens aufstehen
  • Ich bin schn etwas unsicher, wenn ich Frau nicht sofort antwortet
  • Ich will ja auch alles richtig machen und werde dann doch enttäuscht
  • Wann ich jemanden gern habe, tut es weh, wenn ich ihn verliere

Was fällt dir auf?

Obwohl einige der Sätze trotzdem träge und negativ klingen, wirkt es so, als würde der Sprecher Verantwortung über sich übernehmen und wäre der Herr seines Lebens.

Und genau darum geht es.

Drückst du dich mit “man” aus, wirkst du in den Köpfen der anderen nicht selbstbewusst und eher, als wärst du das Opfer deiner Umstände.

Nicht sehr attraktiv.

Nutzt du dennoch das “ich”, wenn du auch dich selbst meinst, hast du direkt eine stärkere Wirkung.

Es tut weh!

Zudem versuchen viele Menschen mit dem “man” ihre eigene Unzulänglichkeit zu vertuschen.

Es tut weh sich einzugestehen, dass “ich” es schwer finde Frauen kennenzulernen.

Deshalb sage ich lieber, dass “es schwer ist, Frauen kennenzulernen”, bzw. “man tut sich damit so schwer, Frauen kennenzulernen”.

Denn wenn ES generell allen Männern schwerfällt, dann ist ES nicht mehr so schlimm, wenn ICH es nicht kann.

Wie bei Schmerzen im Nacken vermeiden wir bei Generalisiserungen gewisse Verhaltensweisen, um den Schmerz nicht zu spüren

Wie bei Schmerzen im Nacken vermeiden wir bei Generalisiserungen gewisse Verhaltensweisen, um den Schmerz nicht zu spüren

Und genau hier nimmst du dir das Potenzial, dich weiterzuentwickeln und etwas zu lernen, was du eigentlich so sehnsüchtig willst.

Wir müssen oftmals durch den Schmerz gehen, um zu wachsen. Tun wir das nicht, bleiben wir an Ort und Stelle.

Denn erst, wenn ein Schmerz da ist, sind wir bereit zu handeln.

Würde die Hand nicht weh tun, wenn du sie auf die heiße Herdplatte legst, hättest du keinen Grund, zu handeln und sie schnell zurückzuziehen.

Gleiches gilt für persönliches Wachstum und damit auch, wenn du dein Selbstbewusstsein stärken willst.

Take Away:

Sage “ich”, wenn du dich selbst meinst. Vermeide Generalisierungen.

Absolute Überzeugung vs. Weichmacher

Wir können “man” auch in die Kategorie “Weichmacher” einordnen, denn dieses Wort zu benutzen, verwischt deine Aussage. Es macht sie weich und unbestimmt.

Mit diesen Begriffen lässt du dir stets den Raum offen, für Eventualitäten.

Das erste Mal, als mir die Macht dieser Weichmacher bewusst geworden ist, war im Musik Unterricht in der 11. Klasse, als Laura sich auf die Frage des Lehrers “Was der Komponist hier ausdrücken wollte”, sagte:

“Er will vielleicht so ein bisschen zeigen, dass er so eine schwere Zeit hatte.”

Mein erster Gedanke war, dass das eine totale Wischi-Waschi-Aussage sei. Glücklicherweise sagte der Lehrer ihr dies auch und suchte nach weiteren Meldungen.

Denn sie hat überhaupt nichts beigetragen.

Sie hat zwar etwas gesagt, aber in ihrer Antwort lag keine Überzeugung.

Stattdessen hat sie sich durch die Weichmacher Türen offen gelassen, um bei einer falschen Antwort sagen zu können, dass sie es ganz anders gemeint hat.

Sie hat damit quasi alles gesagt und nichts zugleich.

Durch Weichmacher fehlt es deiner Aussage an Klarheit. Niemand weiß so richtig, was du eigentlich sagen willst. Niemand weiß, wofür du stehst und wofür nicht.

Gerade für Frauen wirkst du so unbewusst, wie ein Fähnchen im Wind, statt wie der Fels in der Brandung.

Vermeide also folgende Begriffe, wenn du ab sofort eine stärkeren und selbstbewussten Eindruck hinterlassen willst:

  • ein bisschen (wie in “Ich bin ein bisschen enttäuscht.” / Entweder bist du es oder du bist es nicht.)
  • eigentlich (wie in “Eigentlich ist das hier mein Platz” oder “Kannst du eigentlich einen Handstand machen?” / ‘eigentlich’ schwächt die erste Aussage ab, wodurch du die Option offen lässt, dass es nicht dein Platz ist und es kann im ersten und zweiten Beispiel komplett weggelassen werden. Oftmals ist es ein Füllwort, dass deine Aussage abschwächt.)
  • ehrlich gesagt oder wenn ich ehrlich bin (wie in “ehrlich gesagt, bin ich gerade nervös” / Bist du vorher nicht ehrlich zu mir gewesen? Das muss ich dann jedenfalls vermuten.)
  • hätte, sollte, müsste etc. (wie in “Ich hätte sie ansprechen sollen.”, “Ich sollte mal wieder Spot machen.” oder “Ich müsste dann mal los.” / Tu es oder lass es. Wenn du es nicht tust, dann sprich auch nicht drüber.)

In deinen Worten sollte stattdessen absolute Überzeugung mitschwingen.

Dabei ist es nicht wichtig, ob du recht hast.

Recht gegeben und gefolgt wird demjenigen, der ohne Zweifel in seiner Stimme und Aussage seine Meinung oder Gedanken teilt.

Darauf kommt es an, um selbstbewusst wahrgenommen zu werden.

Vergleiche mal diese Aussagen:

A: “Ich glaube, wir müssen jetzt hier nach links und ein bisschen später rechts abbiegen. ”

B: “Wir müssen jetzt hier nach links und in 200 Metern rechts abbiegen”

Welche der beiden Sätze wirkt selbstbewusster?

Schreibe mir in den Kommentarbereich deine Vermutung und warum 🙂 (Klicke hier, um zum Kommentarbereich zu scrollen.)

Ich-Sätze: Verantwortung übernehmen und Streits vermeiden

Du merkst schon, dass es beim sprachlichen Selbstbewusstsein oftmals darum geht, gewisse Sprachmuster einfach nur wegzulassen, statt besondere Wörter oder Phrasen bewusst einzusetzen.

Ein Wort jedoch ist das wichtigste, wenn du mit deiner Sprache Selbstbewusstsein ausdrücken willst.

Es ist das Wort, welches das “Selbst” ausdrückt.

Ich.

Ich-Sätze besitzen eine besondere Magie, wie du schon beim Beispiel von “man” und “ich” festgestellt hast.

Durch die Benutzung von “ich”, übernehmen wir auf der sprachlichen Ebene die Verantwortung für unser Tun oder eine Situation.

  1. Sprache formt die Gedanken.
  2. Gedanken lassen Gefühle entstehen.
  3. Gefühle bestimmen unser Verhalten.
  4. Verhalten führt zu Gewohnheiten.
  5. Gewohnheiten bestimmen unser Leben.

Wenn deine Sprache also aussagt, dass du Verantwortung übernimmst, wird sich dies auch in deinem Leben zeigen.

Gleiches entdecken wir aber auch im umgekehrten Fall.

Streits vermeiden, indem du Verantwortung übernimmst

Streits vermeiden, indem du Verantwortung übernimmst

Im Artikel über “richtig entschuldigen” zeigt dir Andy eine Methode, wie du mir Offenheit und Verletzlichkeit auf deine Partnerin eingehst, sodass Streits nicht mehr in eurer Beziehung entstehen können.

Oder wenn sie auftreten, sie zu einer liebevollen und konstruktiven Situation werden, in der ihr beide aufblüht.

Die Quintessenz dabei ist der gedankliche Wechsel vom “Du hast…” zum “Ich fühle…”.

Viele meiner Streits sahen damals so aus, dass ich mich von jemandem in irgendeiner Weise schlecht behandelt gefühlt habe und diesen Frust verbal so ausgedrückt habe:

“Du hast (dies und jenes) gemacht!” oder “Du bist immer so xy!”

z.B. “Du bist immer so rücksichtslos! Du bemerkst gar nicht, dass ich meine Ruhe haben will, wenn du morgens schon so einen Krach machst.”

Diese Aussage ist unfair der anderen Person gegenüber.

Denn du legst die Lage nach deiner Auffassung dar. Dabei handelt es sich nicht um Fakten, sondern Interpretationen, die deine Realität bestätigen sollen.

Dies kann gleichzeitig noch in eine manipulative Richtung abdriften, bei der wir dann vom sogenannten “Gaslighting” sprechen. Ein Phänomen bei dem einer der Partner seine Wahrnehmung wiederholend schlecht geredet wird, sodass er oder sie nicht mehr weiß, was tatsächlich passiert ist und an sich selbst zweifelt.

Der Fingerzeig jedenfalls auf den anderen (“Du hast…”) ist ein Angriff auf die andere Person, die in ihrer Wahrnehmung sicherlich nichts falsch gemacht hat, geschweige denn dir mit Absicht schaden wollte.

Die andere Person kann dann selten anders, als sich in eine Verteidigungsposition zu begeben und deine Vorwürfe abzustreiten. Oder aber ebenfalls in den Angriff zu gehen und mit gleichem Vorgehen, deine Fehler aufzuzeigen.

Es gibt jedoch einen dritten, goldenen Weg.

Ich-Sätze.

Baust du stattdessen Sätze, in denen du dein Selbst erklärst, entsteht keine Situation, in der deine Partnerin sich angegriffen fühlen muss.

z.B. “Ich bekomme oft das Gefühl, dass es dir nicht wichtig erscheint, dass ich noch schlafe, während du schon wach bist und dein Unwesen treibst.

Hier haben wir es mit einer Aussage zu tun, die komplett auf deiner Wahrnehmung beruht und gleichzeitig keinen Vorwurf macht.

Denn schließlich “bekommst du nur dieses Gefühl”, du sagst nicht, dass es so ist.

Du zeigst deiner Partnerin, dass du offen bist, deine Sicht auf die Situation zu ändern. Es führt zu einem konstruktiven Gespräch, statt zu einem Streit.

Und vielleicht fällt dir dann in dem Gespräch auf, dass sie morgens nur so einen Krach macht, weil sie dir gerne dein Frühstück fertig machen möchte, damit du noch etwas länger im gemütlichen Bett liegen bleiben kannst.

Nebenbei bemerkt:
Wir verwechseln in diesen hitzigen Situationen oft unsere Gefühle.

Oftmals sind wir eigentlich enttäuscht von jemandem, aber reagieren mit Wut.

Zwei gegensätzliche Emotionen. Enttäuschung ist kraftlos und traurig, während Wut kraftvoll und laut ist.

Überprüfe dich das nächste Mal selbst, wenn du kurz vor einem Streit stehst, was du eigentlich gerade fühlst.

Jammern, meckern und rechtfertigen

Das englische Königshaus hat eine Maxime:

“Never complain, never explain.”

Niemals beschweren, niemals rechtfertigen.

Jammern und meckern ist nichts anderes, als sich zu beschweren.

Wenn wir den Fokus darauf legen, dass es in unserem Alltag Dinge gibt, die uns nicht gefallen oder die störend sind, werden wir immer mehr dieser Dinge entdecken.
Nicht nur das.

Diese Dinge nehmen wir sogar noch schlimmer wahr.

Hör auf, dich zu beschweren

Hör auf, dich zu beschweren

Aber nicht nur für uns selbst ist jammern schädlich, sondern auch für unsere Wahrnehmung bei anderen.

Jemand der sich oft über gewisse Dinge beschwert und miese Laune hat, wirkt unbewusst nicht so, als hätte er sein Leben im Griff.

Er ist das Opfer seiner Umstände.

Aus diesem Grund nennen wir diesen Zustand auch gerne “die Opferhaltung”.

Das Opfer hat ein ganz mieses Leben.

Alle um ihn herum sind Idioten.

Besonders im Straßenverkehr.

“Keiner” der anderen, weiß, wie man richtig fährt oder parkt.

Es ist “immer” “alles” sch**ße und “niemand” nimmt Rücksicht.

Doch bedenke:

Wenn es überall stinkt, wo du hingehst, dann du wahrscheinlich Kacke unterm Schuh.

Heißt:

Wenn du aus dem Haus gehst und einem Idioten begegnest, dann bist einem Idioten begegnet.

Wenn du allerdings aus dem Haus gehst und NUR Idioten begegnest, bist du der Idiot.

Strecke einmal deine Hand aus und zeige mit deinem Zeigefinger auf den Bildschirm.

Wenn du das tust, wirst du feststellen, dass ein Finger auf den Bildschirm zeigt (Überraschung!)

und die anderen drei in deine Richtung.

Ich mag dieses Bild, weil es verdeutlicht, dass die Botschaft immer mehr über den Absender aussagt, als über den Empfänger.

Zeige mit einem Finger auf wen anders und es zeigen drei Finger auf dich

Zeige mit einem Finger auf wen anders und es zeigen drei Finger auf dich

Du kannst dir also sicher sein, dass die Umstände nicht so negativ sind, wie es der Jammerer gerne hätte.

Stattdessen kommuniziert der Jammerer mit seinem Unmut, dass er sich überfordert fühlt und mehr Informationen – sprich mehr Sicherheit – in der aktuellen Situation benötigt.

Er befindet sich also in Unsicherheit.

In der nächsten Säule gehen wir auf das Thema noch viel genauer ein und warum Unsicherheit, dein Selbstbewusstsein killt.

Soviel jedoch schon einmal:
Unsicherheit strahlt aus, dass du stets das Gefühl hast, dich in Gefahr zu befinden.

Wenn wir als Menschen dieses Gefühl haben, befinden wir uns im reaktiven Modus.

Wir sorgen uns um unser Überleben.

In diesem Modus sind wir alles andere als gelassen, kreativ und haben keinen kühlen Kopf.

Wir sind stattdessen gestresst, in Kampfhaltung und sehr impulsiv.

Dies sind Verhaltensweisen, in denen wir nicht führen können und nicht mehr das Miteinander im Blick haben.

Du erinnerst dich, dass Menschen folgen wollen.

Strahlst du Unsicherheit aus, stößt du damit Menschen von dir ab, denn du zeigst, dass sie dir jetzt nicht folgen sollten.

Dich und deine Mitmenschen überfällt das Gefühl verloren zu sein. Sich verirrt zu haben und nicht zu wissen, was zu tun ist.

Das Gefühl mögen wir nicht, deshalb wollen wir gerne jemanden haben, der uns führt und die Übersicht behält. Jemand dein Auge auf uns und damit das Miteinander im Blick hat, damit wir uns in seiner Gegenwart entspannen können und immer wieder seine Nähe suchen.

Sprich: Jemanden, der selbstbewusst ist.

Jemand, der Jammerer, verkörpert diese Selbstsicherheit nicht.

Ganz im Gegenteil.

Deshalb haben Menschen mit einem erhöhtem Selbstwertgefühl auch den Drang bei diesen Energievampiren und Jammerern schnell das Weite zu suchen.

Misery loves Company

oder wie es in Fight Club heißt:

Wenn Menschen glauben, dass du stirbst, hören sie dir richtig zu.

Statt nur darauf zu warten, dass sie dran sind mit reden.

Nach diesem Motto führen Jammerer ihre Gespräche.

Alles ist noch schlimmer, als das, was der andere erzählt.

Denn es fühlt sich gut an, sich selbst in die Gruppe der guten Menschen einzusortieren, die aus nur wenigen Leuten besteht und die sich gegen eine ganze Welt von Idioten verteidigen muss.

Wie das kleine, gallische Dorf, dass sich wacker gegen die Besetzung der Römer wehrt.

Romantisch, aber eine schädliche Wahrnehmung der Welt.

Take Away:

Sprich von nun an neutral bis positiv über dich und die Welt.

Negativität sorgt eher dafür, dass du noch negativere Menschen in dein Leben ziehst, die die Welt als schlimmen Ort sehen, in denen sie selbst die Erleuchteten sind.

Diese Denkweise wird selbstbewusste Menschen von dir abstoßen, da es dich wie ein Opfer deiner Umstände wirken lässt.

Frage dich: Lebe ich mein Leben oder werde ich gelebt?

Tonalität

Eine monotone Sprechweise ist hier ganz besonders gemeint.

Das Wort “Monotonie” stammt aus dem Griechischen und bedeutet nicht nur “Eintönigkeit”, sondern auch “Langeweile”.

Du kennst es vielleicht, wenn Menschen sagen, dass ihr Alltag so monoton geworden sei.

Weil sie jeden Tag das Gleiche machen, die gleichen Menschen sehen, die gleichen Gespräche führen, den gleichen Weg zur Arbeit fahren usw.

Die Phonetik (der Wissenschaft über Sprachlaute) “bezeichnet Monotonie das Fehlen diverser bedeutungsunterscheidender Tonhöhen” (Quelle: Wikipedia)

Übertragen auf das Leben bedeutet es, dass dir in deinem Leben bedeutsame emotionale Situationen fehlen, wenn dein Alltag so monoton ist.

Mehr Tonalität - Singen mit der Sprechstimme

Mehr Tonalität – Singen mit der Sprechstimme

Dies schlägt sich auf dein Wesen nieder, indem du niedergeschlagener wirst, ausgelaugter und sowohl deine Leistung schwindet, als auch deine Lust, etwas Neues zu unternehmen.

Und das zeigt sich dann auch in der Energie deiner Sprechweise.

Du wirkst müde und uninteressiert.

Monotonie ist also ein Teufelskreis, der erstmal angestoßen, dazu führt, dass du dich nur schwer aus ihm befreien kannst.

Aber es ist möglich.

Wenn sich ein monotoner Alltag sich auf deine Sprechweise auswirkt und dich müde erscheinen lässt, dann können wir das auch rückwärts wieder ändern.

Das heißt, dass du an einer Sprechweise arbeiten kannst, die mehr Variation, mehr Tonalität enthält, damit du deinem Körper mehr Energie gibst, um eine bessere Ausstrahlung zu haben.

(Alltag ist eh schon ein Begriff der Monotonie, daher ist “monotoner Alltag” redundant. Jeder Tag ist gleich. -› Alle Tage sind gleich. -› Dieser Tag ist, wie alle Tage. -› Es ist ein Alltag.)

Überprüfe einmal die folgenden beiden Sätze in den Audios nach ihrer Wirkung auf dich.

Monoton:

“Hallo! Ich freue mich heute Abend hier zu sein.”

Variation:

“Hallo! Ich freue mich heute Abend hier zu sein.”

Bei welchem Satz, glaubst du der Person, dass sie sich freut?

Wahrscheinlich bei der, die mehr Variation in der Stimme hat.

Es passen Inhalt und Verpackung zusammen.

Die Person freut sich und wir hören es durch die Stimme.

Aber auch, wenn der Inhalt komplett rational und trocken zu sein scheint, hören wir der Stimme mit mehr Variation lieber zu:

Monoton:

“Der Kuchen enthält 7 geriebene Äpfel, 200g Zucker und eine Tasse Milch.”

Variation:

“Der Kuchen enthält 7 geriebene Äpfel, 200g Zucker und eine Tasse Milch.”

Variation in der Stimme zu haben, gibt Energie.

Nicht nur dir, sondern auch deinen Zuhörern.

Das führt dazu, dass sie dir einfacher und gerne zuhören.

Monotonie hingegen, verlangt von deinem Gegenüber Aufmerksamkeit und zieht damit die Energie der anderen.

Das hat zur Folge, dass Menschen weniger mit dir sprechen wollen und sich nach und nach fern von dir halten.

Take Away:

Lege Emotionen und Energie in deine Stimme, um das Gehör deiner Mitmenschen zu erreichen.

Wenn du eine monotone Sprechweise hast, nehmen deine Mitmenschen an, dass du auch sonst uninteressant bist und ihnen die Energie stiehlst.

Du wirkst mit mehr Variation in deiner Stimme selbstbewusster und interessanter. Zudem ist es leichter, dir zuzuhören.

Säule 2: Körpersprachliches Selbstbewusstsein

Eine selbstbewusste Körpersprache führt dazu, dass die richtigen Hormone in dir produziert werden.

Du merkst, dass du eine selbstbewusste Körpersprache eingenommen hast, wenn du dich stark und stolz fühlst.

Oder, wenn du ein leichtes Lächeln auf die Lippen bekommst. Ohne, dass du dich dazu motivieren musst.

Aufrechter Stand

Ein aufrechter Stand ist die erste und einfachste Maßnahme für eine selbstbewusste Körpersprache.

Doch: Wie sieht ein aufrechter Stand aus?

Ein aufrechter Stand sieht so aus, dass du dich schulterbreit hinstellst.

Achte darauf, dass du bequem stehst und deine Füße nicht direkt nach vorne zeigen oder nach innen.

Durch einen leichten Winkel nach außen, wird dein Stand stabiler.

Schulterbreiter Stand

Schulterbreiter Stand

Stelle dir nun vor, dass eine Schnur an der Mitte deines Kopfes befestigt ist und dich gerade nach oben zieht.

Während du dir weiter vorstellst, dass du eine Haselnuss zwischen deine Pobacken klemmst und diese dort festhältst.

Dadurch streckt sich dein Kopf in die Höhe und dein Becken sorgt dafür, dass du nicht in ein Hohlkreuz fällst, wodurch du deinen Bauch vorstrecken würdest.

(Mehr als er normalerweise vorgestreckt werden würde.)

Stell dir nun vor, dass deine Brust, die durch Schnur und Haselnuss schon breiter geworden ist, ebenfalls von einer Schnur in einem 45 Grad Winkel nach vorne und oben gezogen wird.

Sie wird dadurch noch mal etwas breiter.

Bitte beachte, dass du für diese Haltung weder deine Bauchmuskeln anspannen, noch deine Luft anhalten musst.

Stattdessen kannst du dich normal und flüssig bewegen und atmen.

Solltest du damit doch Schwierigkeiten haben, halte dich an die Bilder und gib deinem Körper Zeit, sich an diese Haltung zu gewöhnen.

Augenkontakt

Ein starkes Indiz, ob wir jemanden als selbstbewusst wahrnehmen, ist der Augenkontakt.

Menschen, die eher in der nicht-selbstbewussten Ecke von Schüchternheit und Zurückhaltung stehen, vermeiden den längeren Augenkontakt.

Es fällt ihnen schwer, diesen in erster Linie aufzubauen und ihn dann auch zu halten.

In vielen Fälle fühlen sie sich dann ertappt und entlarvt, da sie in den Blick der anderen Person hineininterpretieren, dass diese Person ihre Gedanken lesen könnte und wüsste, „dass derjenige ein schlechter Mensch sei“.

Also vermeiden sie den Augenkontakt, so gut es geht.

Jemandem in die Augen zu schauen, heißt auch im Umkehrschluss, dass man selbst gesehen wird (von den Augen der anderen Person).

Wir stehen dann also im Mittelpunkt oder im Zentrum der Aufmerksamkeit.

Etwas, was wir mit schwachem Selbstbewusstsein nur schwer ertragen und uns dann schnell wieder verkriechen wollen.

Leider bemerken das auch unsere Mitmenschen.

Wir sehen, ob jemand anderes gerade komfortabel damit ist, den Augenkontakt zu halten oder diesen immer wieder unterbricht.

Und dabei vielleicht sogar noch unruhig zwischen Blick zum Boden und Blick in die Augen des anderen wechselt.

Hier kannst du direkt deinen Augenkontakt üben:

Den Augenkontakt zu halten jedoch, zeugt von Selbstbewusstsein.

Du kommunizierst damit, dass DU die andere Person wahrnehmen willst.

Das ist ein komplett anderes Mindset, ein anderes Gedankenkonstrukt, als im Fall oben.

Statt zu vermeiden, gesehen zu werden und sich verstecken zu wollen – und damit im Ego zu sein.

Konzentrierst du dich beim Augenkontakt auf die andere Person, weil du sie sehen und wahrnehmen willst. Du willst ihr die Aufmerksamkeit schenken, die sie verdient hat.

Es geht hierbei NICHT um dich, sondern um die andere Person und um das MITeinander. Das ist das Gegenteil von Ego. Das ist selbstbewusst.

Wie du einen starken Augenkontakt aufbaust, haben wir dir im folgenden einmal ausführlich beschrieben.

Herr über Raum und Zeit: Wie du eine magnetische Anziehung aufbaust

90 % von Persönlichkeitsentwicklung ist atmen.

Dieser Teil ist der wohl wichtigste, der zweiten Säule.

Um magnetische Anziehung aufzubauen, müssen in dir gewisse Dinge stimmen.

Du musst:

  1. entspannt sein
  2. Platz einnehmen

Wie genau du das machst und welche Fehler du dabei vermeiden musst, erfährst du jetzt.

Entspannt sein: Herr über die Zeit

Die meisten Menschen sind in irgendeiner Form gestresst.

Vielleicht hast auch du täglich Stress, weil du

  • durch den dichten Verkehr musst,
  • zu spät dran bist,
  • eine schöne Frau siehst, aber nicht weißt, was du sagen sollst,
  • eine Präsentation halten musst,
  • die Erwartungen von anderen erfüllen willst,
  • dir Sorgen darum machst, was andere von dir denken,
  • nicht weißt, ob du bald entlassen wirst
  • usw.

Wenn wir gestresst sind passieren zwei Dinge mit unserem Körper, die dazu führen, dass wir vermehrt Stresshormone ausschütten:

  1. Wir atmen flach und schnell
  2. Wir verkrampfen unsere Schultern

Durch die flache Atmung sagen wir unserem Körper, dass wir uns in Gefahr befinden und wir den Sauerstoff in unseren Muskeln brauchen, um wegzurennen oder zu kämpfen.

Statt den Sauerstoff ins Gehirn zu schicken und nachzudenken.

Was ist eine flache Atmung?

Eine flache Atmung erkennst du daran, wenn du (meist) durch den Mund einatmest und sich dein Brustkorb hebt.

Dabei atmest du schnell und öfter ein, als aus.

Du kennst das vielleicht, wenn du nervös bist und gleich eine Präsentation halten sollst:

“Hab ich an die Folien gedacht?”

(einatmen)

“Wo sind die Karteikarten?”

(einatmen)

“Hoffentlich sind die Kollegen gut gelaunt!”

(einatmen)

“Hab ich auch alles?”

(einatmen)

“Sitzen meine Klamotten?”
(einatmen)

“Ist das ein Fleck?”

(einatmen)

Nervosität

Die Nervosität steigt

Nicht nur sorgen deine Gedanken für Stress, sondern auch das ständige Einatmen.

Du bist dadurch nicht präsent und alles andere als entspannt.

Achte stattdessen ab sofort auf eine Atmung.

Genauer: Achte auf deine Ausatmung.

Anleitung: Die entspannte Atmung:
  • Stelle dich dazu hin und lege eine Hand auf deinen Bauchnabel.
  • Nimm jetzt einen tiefen Atemzug.
  • Halte deine Luft für 10 Sekunden an.
  • Und atme dann auf ein “fff”-Laut alles aus. Das Geräusch, welches auch ein Ballon macht, wenn du die Luft kontrolliert rauslässt.
  • Atme so lange aus, bis du keine Luft mehr in den Lungen hast und dann noch etwas weiter.
  • Halte dann wieder die Luft an, sodass du für 10 Sekunden ohne Luft im Körper bist.
  • Öffne dann deinen Mund und lasse die Luft in die hereinströmen.
  • Du müsstest jetzt fühlen, wie sich dein Bauch wölbt und deine Hand nach außen gedrückt wird.

Merke dir dieses Gefühl und diesen Ort in deinem Körper.

Genau dorthin solltest du von nun an atmen.

Du wirst vielleicht bemerken, dass du dich direkt weniger gestresst fühlst.

In den Bauch atmen

In den Bauch atmen

Stress sorgt dafür, dass wir das Gefühl haben, keine Zeit zu haben.

Dinge müssen sofort erledigt werden.

Eine tiefe Bauchatmung hilft dir dabei, den Stress abzubauen und das Gefühl zu bekommen, mehr Zeit zu haben.

In meinem Artikel über Hochsensibilität habe ich ebenfalls das Phänomen beschrieben, dass du aufgrund von Stress schlagfertig sein willst.

Weshalb du immer wieder das Gefühl hast, nicht dazuzugehören oder etwas “Dummes” zu sagen.

Denn du hast das Gefühl, dass du sofort etwas Witziges oder Passendes Antworten musst. Es entsteht Stress, was noch weiter dazu führt, dass dir nichts einfallen wird und du dich am Ende mies fühlst.

Mit der Bauchatmung vergeht die Zeit langsamer.

Du hast wortwörtlich mehr Zeit nachzudenken und in dich hineinzufühlen, wie dein selbstbewusstes Ich handeln will.

Du bist nicht mehr reaktiv, wie du es mit der flachen Brustatmung wärst.

Stattdessen hast du Kontrolle über dich und darüber, wie du dich verhalten möchtest.

DAS ist ein wichtiger Schritt zu wahrem, selbstbewussten Auftreten.

Is’ mir egal!

Du erinnerst dich, dass wir darüber sprachen, dass du bei Stress auch deine Schultern verkrampfst?

Falls nicht… Du verkrampfst deine Schultern, wenn du Stress hast 😉

Dazu müssen wir uns einmal folgende Frage ansehen:

Warum sind wir gestresst?

Wir sind nur dann gestresst, wenn uns etwas wichtig ist.

Ober würdest du gestresst sein, weil in einem Mehrfamilienhaus in Landshut vergessen wurde das Treppenhaus am Wochenende zu fegen?

Wahrscheinlich nicht. Es ist dir egal.

Oder noch genauer: Du bist unbekümmert.

Es kümmert dich nicht. Es verursacht dir keinen Kummer.

Im Umkehrschluss bedeutet das, dass dich Dinge, die dich stressen kümmern.

Du hast eine emotionale Reaktion auf diese Dinge.

Warum?

Dies ist in vielen Fällen nicht nötig.

Lies dazu auch meinen Artikel über emotionale Abhängigkeit und mache den Test, ob du emotional abhängig bist.

Bei Stress verkrampfen, wie gesagt, deine Schultern.

Du machst dich damit kampfbereit und schützt deinen empfindlichen Hals.

Dadurch bist du nicht flexibel. Nicht beweglich.

Nicht nur deine Atmung wird dadurch flacher, sondern du sendest deinem Gehirn Signale, dass es sich um eine Leben-und-Tod-Situation handelt und deine Sinne geschärft sein müssen.

Du willst aber den genau gegenteiligen Zustand erreichen.

Doch wie machst du das?

Indem du genau das Gegenteil tust.

Körper und Geist sind “hard wired”, fest verdrahtet.
Das heißt, wenn du etwas denkst, reagiert dein Körper.

Und wenn du dein Körper sich auf eine bestimmte Weise verhält, machst du dir entsprechende Gedanken.

Dieses Phänomen nutzen wir, um entspannter zu sein.

Denke zurück an das Mehrfamilienhaus in Landshut, dessen Treppenhaus seit einer Woche nicht gefegt wurde.

Stell es dir bildlich vor, wie ein dünner, kaum bemerkbarer Film an Staub auf den Stufen liegt.

Irgendwann wirst du bemerken, dass deine Schultern einen Impuls bekommen, zucken zu wollen.

Das Schulterzucken ist das Signal des Körpers, Dinge abzuschütteln.

Das heißt, dein Körper zeigt dir damit, dass es dir nicht wichtig ist und du dich nicht darum kümmern brauchst.

Unbekümmertheit.

Gleiches können wir andersherum nutzen, wenn du dir gerade zu viele Gedanken machst.

Zucke eine Minute lang mit den Schultern, so als wäre dir alles egal.

Du wirst bemerken, dass sich nicht nur deine Gedanken besser sortieren, sondern auch, dass sich deine gesamte Schulterpartie entspannt.

Du kannst freier atmen und bist flexibler.

Dein Gehirn ist nicht mehr im Überlebensmodus, sondern wechselt in den Erschaffungsmodus.

Hier bist du anziehend und selbstbewusst, weil du du selbst bist.

Setzt du beides ein, …

also die tiefe Atmung und die Unbekümmertheit,

wird die Zeit für dich langsamer vergehen und du hast mehr Handlungsspielraum.

Du wirst du Herr über die Zeit.

Platz einnehmen: Herr über Raum

Viele zurückhaltende und schüchterne Menschen vereint, dass sie sich klein machen und das Bedürfnis haben, sich zu verstecken.

Das zeigt sich dadurch, dass sie zum Beispiel eine leise Stimme haben, aber ganz besonders alles dafür tun, nicht im Mittelpunkt zu stehen.

Damit auch wenig Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Ich beobachte oft Männer, die wenig Selbstbewusstsein ausstrahlen, wie sie einen Raum betreten und schnell zu ihrem Ziel hindurch huschen.

Nicht auffallen und sich verstecken - Ein Zeichen für wenig Selbstbewusstsein

Nicht auffallen und sich verstecken – Ein Zeichen für wenig Selbstbewusstsein

Dieses Verhalten wirkt auch andere Menschen unterwürfig und sorgt dafür, dass wir diesen Personen weniger zu trauen.

Wir mögen auch nicht gern in der Nähe dieser Menschen sein.

Nicht, weil wir das böswillig machen, sondern weil extrem zurückhaltende Menschen wahre Energievampire sind.

Wir wollen nicht, dass andere Menschen sich verstecken, weil sie sich nicht wohlfühlen unter anderen Menschen.

Wir wollen, dass sich andere um uns herum gelassen und entspannt fühlen.

Jedoch nehmen diese Personen möglichst wenig Platz ein, um möglichst wenig aufzufallen, um möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten.

Jetzt könnte man meinen, dass die Lösung einfach wäre, möglichst viel Platz einzunehmen, möglichst laut zu sprechen und sich immer in den Mittelpunkt zu stellen.

Doch dieses Verhalten könnte leicht als Überkompensation gelten und nicht die Früchte tragen, die wir gern hätten.

Anleitung: Den Raum nehmen

Wir kennen das Verhalten, möglichst viel Platz einzunehmen von vielen Männern, die bewusst mit breiten Schultern an dir vorbeigehen und keinen Anschein machen, dir auszuweichen.

Dabei auch das Risiko eingehen, dich anzurempeln.

Wir kennen auch Menschen, die sich im Café oder Zugabteil so breit machen, dass sich niemand anderes neben sie setzen kann.

Und wir kennen Menschen, die mit sich mit ihrem Auto irgendwo hinstellen, weil sie etwas ganz wichtiges zu tun haben und sie sich nicht um die Konsequenz kümmern, dass sie jemand anderem den Parkplatz wegnehmen.

Doch das ist nicht mit Platz einnehmen gemeint.

Diese Situationen sind Paradebeispiele für ein Mindset, dass auf ein Gegeneinander ausgelegt ist.

Genauer noch: Auf ein “Ich zuerst”-Mindset.

Dieses Bild haben viele Menschen (insbesondere sind hier jetzt zurückhaltende Männer gemeint) im Kopf.

Sie wollen keinen Platz einnehmen.

Denn diese Männer wollen nicht, dass andere ihr Verhalten mit dem der oben angesprochenen Situationen verwechseln.

Sie wollen nicht, dass die Welt sie für unsozial hält.

Daher verfallen sie in eine Überkompensation.

Statt also mehr Platz einzunehmen, achten sie darauf möglichst wenig Platz einzunehmen.

  • Nicht aufzufallen.
  • Die Nachbarn nicht zu stören.
  • Pünktlich die Rechnungen zu bezahlen.
  • Im Kino nicht zu spät zu kommen, um andere nicht zu stören.
  • Generell wenig Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Wie unvorteilhaft das für dein Selbstbewusstsein ist, haben wir oben schon behandelt.

Mehr Platz einzunehmen bedeutet jedoch nicht, sich wie ein unsozialer Klotz zu verhalten.

Es bedeutet, es sich gemütlich zu machen, sich wohlzufühlen und zu entspannen.

Denn ohne Entspannung, kein Selbstbewusstsein.

Im Folgenden siehst du mehrere Vergleichsfotos von mir, in denen ich wenig Platz einnehme und in denen ich mich entspannt breit mache.

Urteile selbst, bei welchen Bildern du mir mehr Selbstbewusstsein zuschreiben würdest und bei welchen nicht.

Platz am Tisch einnehmen

Ganz natürlich Platz einnehmen

Ganz natürlich Platz einnehmen

Siehst du, wie ich hier meine persönlichen Gegenstände, wie Sonnenbrille und Portemonnaie vor mir ausgebreitet habe?

Dies ist ein wichtiges Signal für dich, dass du dich hier ausbreiten und wohlfühlen kannst.

Du hast dadurch deinen persönlichen Bereich vergrößert.

Kommt jemand hinzu, das heißt, der Platz wird enger, nehme ich meine Sachen näher zu mir.

Links: Wenn du alleine am Tisch sitzt. Rechts: Wenn du dir den Platz teilst.In grün eingezeichnet ist dein eingenommener Platz

Die Körperhaltung dabei ist ebenfalls Raum einnehmend und entspannt.

Du lehnst dich hier auf dem Stuhl zurück und nimmst die komplette Breite des Stuhls ein.

Die Beine sind überschlagen, bzw. ruhen aufeinander. Das signalisiert Entspannung und damit Sicherheit.

Vergrößere deinen Platz

Vergrößere deinen Platz

Hin und wieder wirst du feststellen, dass du sogar deinen Platz vergrößern möchtest, weil du dich so wohl und entspannt fühlst.

Du kannst dazu zum Beispiel einen leeren Stuhl nehmen und deinen Arm darauf ablegen.

Damit öffnest du zusätzlich deinen Brustbereich, was noch mal mehr zeigt, dass du gerade Sicherheit und Entspannung fühlst und damit ausstrahlst.

Platz einnehmen auf dem Sofa

Platz einnehmen auf dem Sofa

Lasse auf Sofas deinen Arm auf der Rückenlehne entspannt liegen. Dadurch drehst du dich gleichzeitig zu deinen Begleitern.

Du bist offen und gelassen.

Mache diese Körperhaltungen in den entsprechenden Situationen nach und fühle in dich hinein, ob du entweder den Impuls hast, dich zu verstecken oder ob sich das Gefühl der Entspannung, in dir breit macht.

Und lass mich in den Kommentaren wissen, ob du es geschafft oder noch Fragen dazu hast. 🙂

Wenn wir jemanden um uns herum haben, der sich entspannen kann und dabei ganz natürlich den Raum einnimmt, wirkt diese Person anziehend auf uns.

Er ist ein Ruhepol.

Ohne es bewusst zu steuern, bewegen wir uns in seine Nähe und versuchen dort zu bleiben, um von seiner Ruhe angesteckt zu werden.

Wie ein Mond, der um einen Planeten kreist.

Selbstbewusstsein schafft Anziehung, wie die Erde den Mond anzieht (nicht massstabsgetreu)

Selbstbewusstsein schafft Anziehung, wie die Erde den Mond anzieht (nicht massstabsgetreu)

In einer Zeit, in der die Menschen in der Welt von einem Termin zum nächsten hetzen,

dauerhaft das Gefühl mit sich herumtragen, nicht (gut) genug zu sein

und sich so in einem dauerhaften Stresszustand befinden,

wirkt jemand, der Ruhe ausstrahlt, wie eine Oase in der Wüste.

Du ziehst Menschen an.

Du bist Herr über den Raum.

Säule 3: Emotionales Selbstbewusstsein

Mit den Säulen 3 und 4 begeben wir uns nun in den inneren Bereich, des Selbstbewusstseins.

Dies werden Dinge sein, die du in die beobachten und auflösen kannst/solltest, um das Selbstbewusstsein, welches dir mittlerweile deine Mitmenschen widerspiegeln, auch annehmen kannst.

Statt dauerhaft dem Glauben zu unterliegen, nicht (gut) genug zu sein.

Oder die Aufmerksamkeit nicht verdient zu haben.

Emotionales Selbstbewusstsein umfasst all die folgenden Dinge in dir:

  • Ängste und Sorgen
  • Festhalten an der Vergangenheit
  • Verletzlichkeit und Scham
  • Schwäche
  • “Unmännlichkeit”

Gerade Ängste sind etwas, das uns zurückhält, uns zeigen zu wollen.

Wir haben Angst davor, verurteilt zu werden.

Angst, jemandem zu nah zu kommen oder zu verletzen.

Und Angst davor, selbst verletzt zu werden.

Resilienz: Deine Geheimwaffe, gegen Schicksalsschläge

Viele Menschen opfern die Fähigkeit, Freude zu empfinden, damit sie weniger leiden müssen.

· Brené Brown

Aus Angst davor verletzt zu werden und Leid zu erfahren, deckeln wir unsere Fähigkeit, Freude zu empfinden.

Sollte sich doch mal ein Moment ehrlicher und ausgelassener Freude in unseren Tag schleichen, übernimmt schnell die Stimme in uns wieder:
“Vorsicht! Es könnte gleich etwas Schreckliches passieren. Oder du könntest das, worüber du dich freust, ganz schnell wieder verlieren.”

Um auf diesen Ernstfall vorbereitet zu sein, versuchen wir uns nicht zu sehr zu freuen.

Der Schmerz des Verlierens könnte zu stark sein.

Verlustangst - Klammern als Strategie sie zu behalten

Verlustangst – Klammern als Strategie sie zu behalten

Lies auch:

Verlustangst überwinden: 7 sicherste Tipps für Männer

Jedoch ist es so, dass unsere Fähigkeit, Freude zu empfinden und uns ausgelassen freuen zu können, unsere psychische Widerstandskraft stärkt.

Die sogenannte Resilienz bezeichnet die Fähigkeit mit Störungen und gar Schicksalsschlägen leichter und einfacher umzugehen.

Bist du fröhlicher, wirst du bei deiner Katastrophe nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern mit einem Lächeln, dieses Problem angehen.

Ängstliche Menschen hingegen stoßen ein “ich wusste es!” oder “warum passiert immer mir so etwas” aus.

Und sind auf die Situation in keinster Weise vorbereitet.

Paradox.

Denn genau das glauben die ängstlichen Menschen.

Sie glauben, dass ihr gedeckelte Freude und ihre Vorsicht, sie leichter abfangen würde.

Genau das Gegenteil ist der Fall.

Es gibt keinen Grund auf der Welt, dass du nicht fröhlich sein darfst.

Versuch mich in den Kommentaren gerne vom Gegenteil zu überzeugen.

Denn wenn sogar ein Mann (Viktor Frankl), der seine Familie in Konzentrationslagern verlor und selbst drei Aufenthalte dort überlebte, ein Buch schreibt, dass er “… trotzdem Ja zum Leben sagen” nennt…

Dann hast du keine Ausrede, dass du nicht fröhlich sein darfst. 😉

Wenn Leben überhaupt einen Sinn hat, muss auch Leiden einen Sinn haben. Es kommt nicht darauf an, was man leidet, sondern wie man es auf sich nimmt.

· Viktor Frankl

Schmerz und Leid

Oben habe ich angesprochen, dass viele Angst davor haben, Leid zu erfahren.

Das ist so nicht ganz richtig.

Leid ist nicht etwas, das einem widerfährt. Es ist nichts, was einem zustößt.

Leid ist eine Entscheidung.

Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl unserer Reaktion. In unserer Reaktion liegen unsere Entwicklung und unsere Freiheit.

· Viktor Frankl

Schmerz passiert.

Als jemand, der sein gesamtes Leben mit Migräne lebt, weiß ich wovon ich spreche.

Der Kopfschmerz ist da an diesen Tagen. Sinnesempfindlichkeiten sind hoch, die Konzentration gering.

Aber es ist meine Entscheidung, ob ich darunter leide und mich verkrieche.

Der Schmerz ist nur im Moment.

Klar, vielleicht ist er im nächsten Moment noch immer da, aber das weiß ich in diesem Moment noch nicht.

Wenn ich jedoch davon ausgehe, dass ich diesen Schmerz noch länger fühlen werde und nicht bereit dazu bin…

entscheide ich mich in diesem Moment dazu zu leiden.

Nicht unter dem Schmerz.

Sondern unter meiner Vorstellung davon, dass die Gegenwart, meine Zukunft bestimmt.

Darunter, dass ich – nur weil ich jetzt Schmerzen habe – auch in Zukunft Schmerzen haben werde.

Ich kann jedoch die bewusste Entscheidung treffen, dass mich der Schmerz nicht einnimmt.

Versteh mich richtig:

Ich sage nicht, dass du keinen Schmerz fühlen sollst. Schmerzen sind ein Signal deines Körpers, dass du an der jeweiligen Stelle mal nachschauen solltest, was da nicht stimmt und dies bitte schnell angehen solltest.

Schmerz tut weh. Körperlich.

Leiden ist, den Schmerz zu deiner Identität zu machen.

Du bist die Person, die diese Schmerzen fühlen muss.

Dies trifft auch auf Liebeskummer zu oder darauf, jemanden zu vermissen.

Beides ist Leid.

In den meisten Fällen, in denen Menschen sich jedoch sagen, dass sie sich vermissen, meinen sie eigentlich, dass sie sich darauf freuen oder es nicht abwarten können, sich wiederzusehen.

Dennoch scheint “vermissen”, also Leid, der Ausdruck der Wahl zu sein, diesen Zustand auszudrücken.

Es scheint auch so, als würden wir uns bewusst dazu entscheiden, diesen Zustand zu einem leidenden Zustand erklären zu wollen.

Warum sollten sonst die Top Songs übers „Vermissen“ so melancholisch gefärbt sein?

Lieder übers Vermissen: https://popkultur.de/songs-ueber-sehnsucht/

Lieder übers Vermissen: https://popkultur.de/songs-ueber-sehnsucht/

Warum entscheiden wir uns für eine Leid ausdrückende Wortwahl?

Vielleicht weil viele mit dem Begriff dem Partner ausdrücken wollen, dass sie ihn oder sie lieben und starke Emotionen mit ihm verbinden.

Warum aber dann nicht Freude? Warum muss es Leid sein?

Was spricht dagegen seiner Freundin zu sagen:

Ich kann’s kaum erwarten dich endlich wiederzusehen!

statt:
Ich vermisse dich so.”

Das eine ist Freude. Das andere Leid.

Je nachdem für welchen Ausdruck du dich entscheidest, wirst du eine körperliche Reaktion haben.

Diese wird dann energiereich sein oder dich niedergeschlagen fühlen lassen.

Du wirst entweder das Gefühl der Kontrolle (über dein Leben) haben oder als ob das Leben um dich herum passiert.

Angst vor der Angst

Ebenfalls habe ich oben geschrieben, dass wir “Angst haben” vor dies und jenem.

Auch das ist nicht ganz richtig.

Wir “haben” nicht Angst.

Angst ist nicht etwas, was uns eine unbekannte Macht einpflanzt und wir dann zusehen müssen, wie wir damit umgehen.

Du hast keine Angst. Du machst dir Angst.

Gleiches gilt für Sorgen.

Wobei wir im deutschen Sprachgebrauch dies schon richtig ausdrücken: “Ich mache mir Sorgen.”

Denn wir formen bestimmte Gedanken vom Scheitern oder von einer Katastrophe, die auf keinen Fall eintreten darf. Umstände, mit denen wir dann klarkommen müssen.

Wir machen uns diese Sorgen.

Und genauso machen wir uns Angst.

Andere Sachen, die wir uns auch machen ist zum Beispiel ein Nutellabrot.

Wenn du dir kein Nutellabrot machen willst, dann hör auf damit. 🙂

Gleiches gilt für die Angst.

Wenn du keine Angst vor etwas “haben” willst, dann hör auf diese Gedanken zu denken, die zu dieser Angst führen.

Konzentriere dich stattdessen darauf, was gut ist und wie schön die Zukunft wird.

Auch hier wirst du schnell eine körperliche Reaktion wahrnehmen.

Statt, wie ein scheues Reh überall Gefahr lauern zu sehen, schreitest du unerschrocken, wie ein Elefant durch die Savanne.

“Total unmännliches Verhalten! Du Beta!”

Diesen Titel habe ich aus gutem Grund so gewählt.

Denn leider gibt es auch heute noch eine erhebliche Menge an Männern, die ihre Emotionen verbergen.

Ganz besonders, wenn sie eigentlich gerade am liebsten weinen würden.

Es gibt einige Männer, die propagieren sogar, dass du kein “Alpha-Mann” und nicht maskulin seist, wenn du dich zu sehr mit dieser “femininen” Sache, der Emotionen befasst.

Das ist natürlich präpubertärer Käse.

So ein Alpha Mann wirkt sehr zugänglich

So ein Alpha Mann wirkt sehr freundlich und liebevoll mit seiner kalten und starcken Art

Das ist so, als würdest du sagen, Gedanken sind weiblich. Und wenn ich Gedanken denke, bin ich kein richtiger Mann mehr.

Emotionen sind nicht nur ein wesentlicher Teil von dir, sie bestimmen deine Entscheidungen und haben damit einen unmittelbaren Einfluss auf dein Leben.

Emotionen sind “Energien in Bewegung”.

Eine Emotion kann es sein, wenn du einen Impuls bekommst, bei einem traurigen Film zu weinen oder berührt zu sein.

Das Gefühl, welches daraus entsteht, ist dann Trauer.

Wenn du als Mann deine Emotionen unterdrücken willst, verlierst du die Fähigkeit andere Menschen wahrzunehmen und du wirst immer weniger greifbar.

Menschen werden dich meiden, weil sie nicht wissen, wie du dich fühlst.

Das sorgt für ein Alarm-Gefühl in uns und wir suchen das Weite, wenn wir dich sehen*.

(*wenn du jemand bist, der seine Emotionen unterdrückt.)

Ich gebe zu, dass ich selbst vor Jahren so gedacht habe.

“Ich muss hart sein, darf keine Gefühle zeigen, es sei denn, es ist Fußball.”

Frauen, die ich kennengelernt habe, haben sich nach kurzer Zeit von mir getrennt. Ihre Aussagen waren dabei, dass ich so unecht wäre. So aufgesetzt und kontrolliert.

Alles, außer menschlich.

Rückblickend kann ich das so unterschreiben.

Weder meine Traurigkeit konnte/wollte ich zeigen, noch, dass ich mich über etwas freute.

Stattdessen wollte ich die Haltung wahren.

Ich dachte, ein “echter Mann” verhält sich so.

Deinen Emotionen freien Lauf zu lassen, ist stark

Deinen Emotionen freien Lauf zu lassen, ist stark

Emotionen nicht zu zeigen bedeutet übrigens aus, eine monotone Sprechweise zu haben.

Du erinnerst dich, wie sich das auf andere Menschen auswirkt?

Beobachte mal Menschen um dich herum, die monoton sprechen, ob sie Emotionen in dir auslösen können.

Gefühle zu zeigen hingegen hat dafür gesorgt, dass ich nicht nur mehr Leichtigkeit und Spaß in meinem Leben empfinde, sondern auch eine tiefere Verbindung mit den Frauen in meinem Leben aufbauen kann.

Das wünsche ich dir auch!

Verletzlichkeit und Scham

Ein Thema, welches einen kompletten, eigenen Leitfaden verdient hätte.

Scham ist eine Begleiterin, die in jedem von uns steckt.

Wir fühlen Scham immer dann, wenn wir verletzt sind, einen Schmerz fühlen und diesen nicht aussprechen.

Nicht, weil wir ihn nicht aussprechen können, sondern, weil wir das Gefühl haben, kein Recht dazu zu haben oder nicht gut genug sind, diesen Schmerz nicht fühlen zu dürfen.

Genauer heißt das:

Wir glauben nicht genug zu sein.

Scham entsteht, wenn wir Unrecht haben und dann das Gefühl haben, dass wir als Person falsch sind.

Männer tragen das Gefühl der Scham in sich, wenn sie:

  • einen Korb bekommen, denn “sie müssten doch ganz einfach eine Frau ‘rumkriegen”
  • beim Sex vor der Frau einen Orgasmus haben, denn “sie schaffen es nicht eine Frau zu befriedigen”
  • entlassen werden, denn “ein wahrer Mann, kämpft sich an die Spitze und zeigt immer gute Leistungen”
  • feststellen, dass ihr Penis kleiner ist, als der eines anderen Mannes, denn “wie sollen sie denn mit so einem kleinen Ding eine Frau befriedigen?”
  • kein Geld haben, denn “ein erfolgreicher Mann, schwimmt in Geld”
  • niedergeschlagen sind und vor Verzweiflung weinen, denn “ein echter Mann hat seine Emotionen im Griff und weint nicht”
  • ausgelacht werden oder als kleiner Junge gelten, den man herumschubsen kann, weil “sich ein echter Mann Respekt verschaffen kann”
  • Angst zeigen, denn “Männer haben keine Angst”
  • Schmerzen fühlen und sich entscheiden, sich zurückzuhalten, denn “jemand, der so etwas macht, ist eine ‘Pussy’”

Ich bin Mindset-Coach und Selbstbewusstseinstrainer für Männer.

Auch wenn sich die Punkte des Artikels ebenso auf Frauen übertragen, ist die Gruppe, die ich anspreche männlich.

Dennoch möchte ich auch Frauen abholen und gleichzeitig Männern zeigen unter welchem Druck Frauen ebenfalls stehen, wenn es um das Thema Scham geht.

Frauen fühlen Scham, wenn sie:

  • nicht perfekt aussehen oder ihre Aufgaben perfekt im Griff haben
  • für ihren Erziehungsstil oder ihre Freizügigkeit verurteilt werden
  • in der Öffentlichkeit auf ihre Makel angesprochen werden
  • trotz ihrer Anstrengungen nicht die gleichen Entlohnungen bekommen, wie ein Mann
  • vor all den Aufgaben, die sie auf der Liste haben, die Kontrolle verlieren und dies zeigen
  • auf der Arbeit, in der Beziehung und in der Familie nie gut genug zu sein
  • nicht schlank, jung oder attraktiv genug zu sein
  • sich für ihre Karriere statt Kinder zu haben entscheiden
  • sich für Kinder statt Karriere entscheiden

Die Botschaft für Männer lautet in der Gesellschaft:

Sei kein Schlappschwanz!

Der Fokus geht oft tatsächlich auf die sexuelle Ebene, bzw. hat einen Bezug auf sein Geschlecht.

Männer verfolgt die Angst, nicht hart genug zu sein, weil sie sonst als Weichei, Pussy oder als Frau gelten.

Aus diesem Grund suchen so viele Männer danach, wie sie mehr ein “Alpha-Mann” sein können oder ihr Testosteron steigern.

Sie beginnen mit Gewichtheben und hoffen durch ihr breites Auftreten in erster Linie nicht für einen Schlappschwanz gehalten zu werden.

Sie trainieren sich ab, Emotionen zuzulassen oder gar zu zeigen.

Sie bauen eine Mauer um ihr Herz und können so Frauen, für die sie attraktiv sein wollen nicht an sich heranlassen.

Und das einfach nur, weil sie von anderen Männern nicht als Schlappschwanz dargestellt werden wollen.

Mich erinnert dieses Bild immer stark an den Zauberer von Oz.

Der kleine Mann versteckt sich hinter dem Vorhang

“Pay no attention to that man behind the curtain!”

Nach außen wirkt er stark und unbesiegbar, doch in Wirklichkeit ist er ein kleiner, gebrechlicher Mann, der sich hinter der Fassade des mächtigen Zauberers verbirgt.

Doch wenn wir diesen Mann näher kennenlernen, stellen wir fest, dass er aus Angst und Scham gehandelt hat.

Angst davor wieder verletzt oder ausgelacht zu werden.

Hand auf’s Herz.

Wann ging es DIR auch das letzte Mal so?

Ich erinnere mich an eine schambesetzte Geschichte.

Vor über zehn Jahren gründete ich gerade eine neue Band. Musikrichtung war Metal mit House oder Techno-Einflüssen, wie es damals “Enter Shikari” vorgemacht haben.

Ich hatte all das Equipment dafür und wusste damit umzugehen.

Doch ich wollte zusätzlich auch Sänger und Frontmann sein.

Jedoch war meine Stimme nicht trainiert dafür diese Art von Musik zu singen.

Immer wieder strengte ich mich bei den Proben an und übte mit meinem Gesangslehrer entsprechende Stücke.

Doch meine anderen Bandmitglieder beachteten meine Bemühungen gar nicht und suchten seit Gründung (inzwischen schon seit 3 Monaten) nach einem Sänger und luden ohne mein Wissen immer wieder Sänger zur Probe ein.

Es schien so, als würden sie meine Bemühungen nicht sehen und meine Wünsche nicht hören.

Sie antworteten mir auch nicht, wenn ich diese ansprach, sondern ignorierten diese schweigend.

Ich fühlte mich nicht gesehen und bloßgestellt. Jedes Mal, wenn sie einen neuen Sänger zur Probe einluden.

Mein niedriges Selbstwertgefühl hatte das damals irgendwann nicht mehr verkraftet und ich bekam Angstattacken vor jeder Probe.

Irgendwann zog ich zum Studieren in eine andere Stadt und war die Scham dadurch los.

Doch Flucht ist nicht die Lösung.

Ich hätte ein klärendes Gespräch mit meinen Bandkollegen suchen müssen und sie aufklären, dass mich ihr Verhalten, welches sie nicht böswillig zeigen, beschämt und verletzt.

Und meine Konsequenzen daraus ziehen, dass ich in dieser Band nicht meinen Wunsch von Sänger und Frontmann erreichen hätte können.

Ich hätte mir die ständige Demütigung und der Band Zeit sparen können, wenn ich direkt zu meiner Verletzlichkeit gestanden hätte.

Doch dies in der Situation direkt anzusprechen ist nicht so leicht, ich weiß.

Heute kann ich sehr schnell ansprechen, wenn ich mich verletzt fühle und trage dies nicht im dunklen mit mir herum.

Warum aber handeln wir so?

Warum verhalten wir uns dermaßen anders, wenn jemand uns beschämt?

Woher kommt Scham?

Der Grund liegt oft in einer Verletzung oder einem Trauma in der Vergangenheit. Meist in der Kindheit.

Wir haben ein gewisses Verhalten an den Tag gelegt und wurden dann zurechtgestutzt.

Das kann durch Freunde passiert sein, die uns ausgelacht haben, weil wir uns nicht getraut haben vom Baum zu springen.

Oder Lehrer, die uns an die Tafel geholt haben, obwohl wir nicht wussten, wie die Aufgabe zu lösen war.

Eltern, die uns befohlen haben still zu sein, weil wir sie stören.

Die Möglichkeiten sind endlos.

Daher hat jeder von uns mehrere Momente in seiner Vergangenheit erlebt, die von Verletzungen und Scham geprägt sind.

Das Muster, welches sich hier am öftesten zeigt, ist die Drohung von Isolation.

Nicht vom alleine sein, per se.

Sondern vom bewussten Entzug an menschlicher Nähe.

Liebesentzug.

Wenn wir uns nicht so verhalten, wie es von uns erwartet wird, bekommen wir die Berechtigung entzogen, Teil der Gemeinschaft zu sein.

Und die Gemeinschaft bedeutet – gerade für das Kind – überleben.

Wenn wir nicht vom Baum springen, dürfen wir nicht mehr mit den Jungs befreundet sein.

Können wir die Aufgabe nicht lösen, fallen wir in der Gunst des Lehrers ab.

Sind wir zu laut, hat Mama uns nicht mehr lieb.

Der kleine Junge in uns fühlt sich allein gelassen

Der kleine Junge in uns fühlt sich allein gelassen

Das hinterlässt eine klaffende Wunde in der Seele eines Kindes.

Die auch im Erwachsenenalter nicht vollständig geheilt ist, wenn wir sie nicht bewusst behandeln.

Stattdessen entwickeln wir im Laufe unseres Lebens einen sogenannten “coping” Mechanismus.

Coping, engl. für “Bewältigung”.

Wir verhalten und anders. Passen uns an.

Damit wir nicht noch einmal in so eine Situation kommen, in der man uns in die Isolation schickt.

So könnten wir z.B. vermeiden einen großen Freundeskreis aufzubauen oder generell sportlich zu sein, damit wir nicht nochmal “von einem Baum springen müssen.”

Wir saugen Wissen auf und bauen uns einen exorbitanten Wortschatz auf, …

oder stellen uns dumm, damit wir nicht noch mal “an der Tafel nicht wissen, was zu tun ist”.

Oder aber, wir sind still, zurückhaltend und schüchtern, oder aber lassen von vornherein niemanden an uns heran, damit wir nicht wieder “zu laut sind und jemand anderen stören können”.

Welches Thema ist es bei dir?

Was glaubst du, ist dein Trauma und deine Bewältigungsstrategie?

Lass es mich in den Kommentaren wissen.

Dieses Trauma zu heilen ist in einigen Fällen die Aufgabe eines Therapeuten, der mit dir in die Vergangenheit eintaucht und diese Themen be-HAND-elt.

In meinem Coaching hat sich zusätzlich folgende Übung bewährt, um für dich selbst dem Thema schon einmal auf den Grund zu gehen:

  1. Nimm dir einen Abend lang Zeit, dieses Thema zu bearbeiten und mach es dir gemütlich.
  2. Nimm dir mehrere Zettel Papier und einen Stift
  3. Schreibe handschriftlich einen Brief an die Person(en), die an deinem Trauma beteiligt sind.
  4. Beginne den Brief mit: “Liebe(r) NAME, …”
  5. Schreibe dann auf, was alles schiefgelaufen ist, wo du dich verletzt gefühlt hast, wie wütend du auf die Person bist und was du alles Schlechte wünscht. Lasse hier komplett deinen Schmerz raus. Halte dich nicht zurück, sondern schreibe, wie die Worte aus dir heraussprudeln.
  6. Sobald diese Emotionen abgeklungen sind und du nichts mehr negatives zu sagen hast, leite den nächsten Teil ein mit: “Dennoch bin ich dir dankbar”.
  7. Schreibe dann auf, wofür du dieser Person dankst. Wünsche ihr von Herzen das größte Glück der Welt und dass du ihr vergibst, da sie es nicht besser wusste.
  8. Beende den Brief schließlich mit “In Liebe, (dein Name)”. Falte die Zettel zusammen und lege sie an einen Ort, an dem du sie jederzeit noch einmal hervorholen kannst.

Dieser Brief ist nur für deine Augen bestimmt.

Dadurch, dass du erst deinen gesamten Ärger in einem geschützten Rahmen heraus lässt, können wir die Kruste auf der Wunde noch einmal aufschaben. Die Wunde und der Schmerz sind wieder frisch.

Danach gehen wir dann aber direkt in die Liebe und Vergebung über, wodurch wir uns selbst signalisieren, dass wir diesen Schmerz und diese Wunde nicht mehr benötigen. Wir möchten unseren Frieden damit schließen.

Die Scham nimmt ab und mit der Zeit, werden wir in ähnlichen Situationen besser handeln können.

Emotionale Unabhängigkeit

Auch über dieses Thema könnte man einen eigenen Blog-Artikel verfassen.

Glücklicherweise habe ich das schon getan 😉

Das wichtigste hier jedoch zusammengefasst, da es ein essenzielles Thema des emotionalen Selbstbewusstseins ist.

In diesem Fall spreche ich von der emotionalen Abhängigkeit gegenüber Frauen und der Meinung anderer.

Vielleicht kennst du Situationen, in denen du nicht deine Meinung sagst oder deine Wünsche äußerst, weil du vermutest, dass es den anderen nervös oder wütend machen würde.

Emotionale Abhängigkeit in Beziehungen

Emotionale Abhängigkeit in Beziehungen

Du vermeidest es in einen Streit zu geraten, indem du zurückhaltend und schüchtern bist.

Oder du reagierst eifersüchtig, wenn deine Partnerin mit einem anderen Mann spricht.

Emotionale Abhängigkeit beschreibt den Zustand, dass wir unser Wohlbefinden davon abhängig machen, wie andere zu uns stehen.

Wenn deine Partnerin böse auf dich ist, bist du vielleicht besonders beschwichtigend und liebevoll, damit sie ihre Stimmung schnell wieder zu deinen Gunsten ändert.

Männer, die unser Coaching kommen, haben oft das gleiche Problem:

Sie sind “zu lieb” und ecken nicht an.

Einer Frau eine direkte Anweisung zu erteilen, wann sie für das Date bereit sein soll,

geschweige denn ihr selbstverständlich das Telefon beim Nummerntausch hinzuhalten,

kommt für sie nicht in Betracht.

Das wäre zu forsch und sie könnten die Frau wieder verlieren.

Doch genau dieses Mindset: “Bereit zu sein alles und jeden zu verlieren” bedeutet wahre Freiheit und ist damit essenziell für dein Selbstbewusstsein.

Du kannst nur auf andere Menschen selbstbewusst wirken und mit ihnen in Resonanz treten, wenn du auch ein Selbst hast, welches du nach außen tragen kannst.

Du erinnerst dich an die Gitarrensaite, die eine andere Gitarre zum Schwingen bringt?

Das Ziel sollte für dich sein, emotional unabhängig zu werden.

Dadurch schaffst du es, dein eigenes Leben zu leben und deine Bedürfnisse auszudrücken, ohne in ein sogenanntes Gedankenlesen zu verfallen.

Gedankenlesen:

Gedankenlesen betreiben wir, wenn wir uns zurückhalten, etwas zu tun, weil wir vermuten, dass eine andere Person dies oder jenes von uns denkt.

Wir wissen nicht, ob diese Person das tatsächlich denkt, was wir in sie hineinprojizieren, aber wir verhalten uns vorbeugend trotzdem so, als würde sie es tun, damit wir nicht die zu vermeidende Reaktion bekommen.

Beispiel:
Du vermeidest es in deiner WG abends einen Snack zu bereiten, wenn sich dein Mitbewohner schon in sein Zimmer zurückgezogen hat. Du befürchtest, dass er den Lärm um diese Uhrzeit störend empfindet.Aus diesem Grund gehst du oft hungrig ins Bett.Würdest du deinen Mitbewohner aber darauf ansprechen, ob es ihn stören würde, sagt er vielleicht, dass er die Küche gar nicht hören kann, wenn er die Tür geschlossen hat.

Beispiel 2:

Du hast eine süße Arbeitskollegin und würdest sie gern näher kennenlernen.

Doch immer, wenn du sie ansprechen möchtest, ist sie umzingelt von anderen Männern und Kollegen.

Außerdem schaut sie immer schnell in eine andere Richtung, wenn sich eure Blicke treffen.

Du resignierst, weil du vermutest, dass sie die Gesellschaft all der anderen Männer liebt und dich abstoßend findet.

In Wahrheit aber, ist es ihr vielleicht unangenehm, dass du sie immer umzingelt von anderen Männern siehst und sie hofft eigentlich nur darauf, dass du mal den Mut besitzt und sie ansprichst.

Gedankenlesen führt also dazu, dass wir uns ein Szenario in unseren Köpfen ausmalen, dass nicht der Realität entspricht.

Interessanterweise ist dieses Szenario oftmals eines, in welchem wir den Kürzeren ziehen.

Der große Übeltäter der emotionalen Abhängigkeit ist das Mangeldenken.

Darüber erfahren wir in Säule 4, dem mentalen Selbstbewusstsein noch mehr.

Mache hier jedoch schon einmal den Test, ob du emotional abhängig bist und diese Abhängigkeit lösen möchtest.

Säule 4: Mentales Selbstbewusstsein

Unser größter Feind sitzt zwischen unseren eigenen Ohren.

Das hier ist der Punkt an dem viele Tipps und Ratschläge zum Thema Selbstbewusstsein ansetzen.

Tipps, wie:

  • Sei doch einfach du selbst
  • Sei einfach entspannt
  • Du schaffst das schon
  • Mach dir mal nicht so’n Kopf
  • Du musst nur positiv denken
  • Alles wird gut

Diese Tipps sind auch gut gemeint, jedoch verfehlen sie im Kern die Essenz, warum sie gute Tipps sind.

“Sei du selbst” ist ja super, aber dazu musst du dich vorher selbst kennenlernen. Wenn du das getan hast, hast du kein Problem mehr mit deinem Selbstbewusstsein.

“Sei entspannt” ist auch richtig, doch wie schaffst du das und woran erkennst du, dass du es bist?

“Du schaffst das schon” ist ein toller Spruch, wenn wir einem anderen Menschen vertrauen. Wenn dieser sich aber nicht selbst vertraut, baut er nur unnötig Druck auf.

“Mach dir nicht so einen Kopf” kann sich für den anderen anfühlen, als würde er mit seinem Problem allein gelassen werden, weil sein Gegenüber gerade keine Empathie zeigt.

“Denke positiv” ist nur die halbe Miete. Fühle auch, dass positives passieren wird.

“Alles wird gut”. Ja, das stimmt. Aber jetzt gerade ist es das nicht, also bitte etwas mehr Mitgefühl.

Du merkst, dass wir zwar gerne anderen Menschen mit ihrem Selbstbewusstsein helfen wollen, oft jedoch nicht wissen, wie das eigentlich gehen soll.

Das mentale Selbstbewusstsein, ist deine Quelle an Selbstvertrauen, Selbstwert und Lebensfreude.

Die Quelle, den du zu jeder Zeit und an jedem Ort nach deinen Wünschen verändern kannst.

Dazu musst du nur eine Entscheidung treffen.

Triff (gute) Entscheidungen

Wie in der Säule des emotionalen Selbstbewusstseins schon angedeutet, bist du die Summe deiner Entscheidungen.

Dein aktuelles Leben spiegelt die Qualität deiner Entscheidungen wider.

Wenn du dein Leben in einer Sackgasse empfindest, dann liegt das daran, dass du an gewissen Punkten die falschen Entscheidungen getroffen hast.

Bist du in einer Beziehung, die dir nicht gefällt, hast du dich zu Beginn für die falsche Frau entschieden.

Das Gleiche beim Beruf, mit deinen Finanzen und auch deiner Gesundheit.

In jedem Moment hast du die Macht, zu sagen: „So wird diese Geschichte nicht enden!“

Du hast also jederzeit die Chance eine andere, bessere Entscheidung zu treffen.

Wie erkenne ich eine gute Entscheidung?

Dazu musst du erstmal wissen, was für ein Leben du führen willst.

Wer willst du sein? Was willst du tun?

Welchen Einfluss willst du auf das Leben haben?

Aufgrund dieser Antwort triffst du deine Entscheidung.

Dazu gehört auch – und jetzt beginnt der wichtige Aspekt des Punktes -, dass du der Herr über deine Gedanken und Emotionen bist.

Das Problem vieler Menschen ist, dass sie sich mit ihren Gedanken und Emotionen identifizieren.

Wir tendieren als Mensch dazu entweder unsere Gedanken, aber noch stärker unsere Emotionen als Wahrheit zu sehen:

“Wenn ich mich unwohl fühle, bevor ich diese Frau anspreche, dann muss das was bedeuten.”

oder “Diese Menschen wollen mir nur das Geld aus der Tasche ziehen.”

Aber:

Nur, weil du etwas denkst oder fühlst, muss das noch lange nicht der Realität entsprechen.

 

Um gute Entscheidungen zu treffen, musst du wissen, wo du in deinem Leben hin willst.

So genau, wie möglich.

Wenn du vor einer Wahl stehst, dann kannst du dich Fragen, wie sich wohl diese Entscheidung auf den Weg zu deinem Ziel auswirkt.

Ist diese Entscheidung, die du jetzt triffst, die beste, um langfristig dein Ziel zu erreichen?

Wenn sie es nicht ist, dann triffst du einen andere.

 

Schlechte Gefühle oder Gedanken zu haben, dind demnach nur eine kleine Entscheidung.

Du kannst dich auch einfach dazu entscheiden, nicht schlecht gelaunt zu sein.

Probier es aus 🙂

Schluss mit Enttäuschungen

Menschen teilen sich oft in zwei Lager auf.

Wir haben schon (hier) über die Opferrolle gesprochen.

Entgegen diesem Extrem gibt es noch eine zweite extreme Rolle, die Menschen oft einnehmen:

Der Kontrollsüchtige.

Sie glauben, weil sie sich gerade mit einem bestimmten Thema beschäftigen, müssen sie alles perfekt machen.

Sollte es mal nicht so laufen, wie sie glauben, analysieren sie den “möglichen” Fehler bis in kleinste Detail und gehen mit sich selbst hart ins Gericht.

Denn schließlich ist es ihre Aufgabe, dieses Ergebnis zu erzielen.

Alles kontrollieren zu wollen führt unweigerlich zu Enttäuschungen und FrustrationenUm es anfassbarer zu machen:

In einer Firma kann sich der Verantwortliche für die Verkäufe dauerhaft weiterbilden und an seinem Skript feilen.

Er hat Phasen, wo er ohne Skript arbeitet und mit den Kunden einen wahren Flow hat. Und er hat Phasen, in denen er sich penibel an das Skript hält und mit den minimalsten Veränderungen der Tonalität experimentiert.

Scheitert der Verkauf, ist er enttäuscht von sich. Er überlegt, woran es gelegen haben könnte.

Anderes Beispiel: Männer, die Frauen ansprechen wollen

Immer wieder kommt es zu Beginn im Coaching eines Teilnehmers vor, dass er enttäuscht von sich ist, weil er

  1. von der Frau einen Korb bekommen hat
  2. nicht ihre Nummer bekommen hat
  3. nicht wusste, was er sagen sollte
  4. nicht schlagfertig genug war
  5. sie auf dem Date nicht geküsst hat

Der normale Gedankenprozess ist dann hier:
“Ich bin so schlecht und ich muss noch so viel lernen, bevor ich eine Frau haben darf.”

Sie sind enttäuscht von oder wütend auf sich, weil sie ihre eigenen Erwartungen nicht erfüllt haben.

Doch viele Vorhaben, die wir uns setzen, liegen nicht in unserer Kontrolle.

Zumindest nicht zu 100 %.

Es ist elementar zu wissen, dass sich in einer Situation, in der zwei oder mehr Personen involviert sind, jeder der Personen dieselbe prozentuale Menge an Kontrolle über diese Situation besitzt.

Willst du ein gewisses Ergebnis erreichen und schaffst dies nicht, bist du sicherlich enttäuscht von dir.

Doch du kannst nur enttäuscht sein, wenn du glaubst, dass alle Kontrolle bei dir liegt.

Für die Einfachheit beschränken wir uns hier einmal auf zwei Personen, die in den jeweiligen Situationen stecken.

Der Verkäufer kann sich zum Beispiel in seinem Fall, stets weiterbilden und nach einem Verkaufsgespräch ohne Verkauf, sein Skript oder das Gespräch analysieren.

Dort findet er vielleicht Potenzial zur Verbesserung.

Was er nicht machen darf, kann und braucht, ist, mit sich selbst so hart ins Gericht zu gehen, dass er den Verkauf nicht gemacht hat.

Denn in einem Verkaufsgespräch sind zwei Personen beteiligt.

Und der Interessent hat seine 50 % Kontrolle darüber, ob er kaufen will oder nicht.

Der Verkäufer kann alles in seiner Macht Stehende tun, um Einwände zu entkräften und Vorwände zu erkennen. Er kann dem Interessenten die Angst nehmen und ihm Vertrauen geben.

Doch am Ende des Tages kann der Interessent immer noch Nein sagen.
Das ist sein gutes Recht.

Das sind seine 50 % Kontrolle in dieser Situation.

Ich habe dieses Beispiel absichtlich gewählt, denn gerade Verkäufer sind sehr oft sehr eigen mit ihren Verkaufstaktiken, sodass sie diese letzten Zeilen nicht gerne lesen.

Und mir vehement widersprechen werden mit den Argumenten, dass sie ja einfach nur besser herausfinden müssen, was den Interessenten wirklich davon abhält zu kaufen.

Das stimmt auch. Bis zu einem gewissen Grad ist das richtig und machbar.

Doch, solange du nicht seine tiefsten Gedanken lesen kannst, die er dir verschweigt oder selbst nicht kennt, weshalb er nicht kaufen will, musst du dich damit abfinden in dem Gespräch maximal 50 % Kontrolle über ihn zu haben.

Du hast keine Kontrolle über die Frau

Die Männer, die nach einer misslungenen Begegnung mit einer Frau enttäuscht sind, sehen ebenfalls nicht, dass sie nicht in ihrem 50-%-Kontrollbereich bleiben.

Sie sind enttäuscht, weil sie glauben, sie müssten in der Situation mit der Frau besondere Dinge tun, Sätze sagen oder in einer Weise “performen”, dass sie das Level bestehen.

Wie bei einem Computerspiel. Tue A, um B zu bekommen.

Schauen wir uns die 5 Punkte von oben an, und justieren sie auf 50 % Kontrolle zurück:

Der Mann ist enttäuscht, weil er…

  1. von der Frau einen Korb bekommen hat -> Du kannst nicht kontrollieren, wie sie schließlich reagiert.
  2. nicht ihre Nummer bekommen hat -> Sie darf entscheiden, was sie mit ihrer Nummer macht
  3. nicht wusste, was er sagen sollte -> Sie darf auch etwas zum Gespräch beitragen
  4. nicht schlagfertig genug war -> Du musst nichts beweisen und sie nicht beeindrucken
  5. sie auf dem Date nicht geküsst hat -> Du kannst nur zum Kuss ansetzen. Sie geht ihre 50 % des Weges, wenn sie möchte

50 % Kontrolle zu haben ist ebenfalls Wertschätzung und Empathie.

Du willst der anderen Person nicht deinen Willen aufzwingen oder sie manipulieren.

Es heißt nicht, dass du beim ersten Nein direkt die Flinte ins Korn wirfst und dich von der Frau verabschiedest, sondern, dass du ihren Raum, den sie braucht, respektierst.

Um von dir nicht mehr enttäuscht zu sein, bedenke, dass du nicht alles kontrollieren kannst und gibt anderen Menschen ihren Raum.

Alles kontrollieren zu wollen, ist oft ein Zeichen von Unsicherheit.

Anderen Menschen ihren Raum zu geben und diesen wertzuschätzen ist ein Zeichen von Selbstbewusstsein.

Du zeigst damit, dass du weißt, dass du auch ohne die von dir gewollte Reaktion der anderen Person glücklich sein wirst.

Die richtigen Glaubenssätze

Glaubenssätze sind der Wegweiser deiner Realität.

Wenn du glaubst, dass du Menschen störst, wenn du Spaß hast, wirst du deine Freude zurückhalten.

Glaubst du, dass Frauen dich abstoßend finden, wirst du keine Frauen ansprechen wollen.

Und wenn du glaubst, dass Geld verdienen schwer ist, wirst du dir einen schlecht bezahlten Job suchen, in dem du viele Überstunden machen musst.

Wie bei Entscheidungen gibt es bei Glaubenssätzen prinzipiell keine richtigen oder falschen, sondern nur zielführende und Glaubenssätze, die eben nicht zielführend sind.

Mit der Ergänzung, dass du nur Glaubenssätze hast, die sowieso schon zielführend sind.

Das heißt:

Wenn du denkst, dass du für eine schöne Frau nicht gut genug bist, ist dein Ziel alleine zu sein und dich in der Gegenwart hübscher Frauen schlecht zu fühlen. Punkt.

Das heißt weiter, dass du dein Ziel ändern musst, um bessere Glaubenssätze zu bauen.

Ich höre dich jetzt aber schon schreien:
“Mein Ziel ist es bestimmt nicht, einsam zu sein!”

Dann würdest du andere Glaubenssätze entwickeln.

Oberflächlich wird dein Ziel sicherlich sein, eine tolle Frau an deiner Seite zu haben oder regelmäßig mit schönen Frauen tolle Nächte zu verbringen.

Du willst einsam sein und gleichzeitig auch nichtDoch tief in dir willst du das nicht.

Du willst nicht verletzt werden. Vielleicht willst du “recht” behalten, dass die Welt und Frauen so sind, wie du glaubst.

Doch all das musst du ablegen, wenn du x in deinem Leben haben willst.

Sie können Recht haben oder Sie können reich sein, aber Sie können nicht beides sein!

· T. Harv Eker, Money-Coach

“X” steht hier für Frauen, Geld, Gesundheit, Kunden, Freiheit etc.

Wenn du etwas noch nicht hast, was du glaubst haben zu wollen, dann hast du diesbezüglich schlechte Glaubenssätze.

Du hast aber gute Glaubenssätze, wenn du weiterhin dein altes und vielleicht “unglückliches” Leben weiterführen willst.

Um dir ein Beispiel zu geben:

Ich habe jahrelang den Glauben gehabt, dass Frauen die “erhabeneren” Wesen sind, die emotional alles viel besser verstehen und sie in Beziehungen immer genau wissen, was richtig ist. Und ich als Mann einfach nur zu stumpf bin und mich daher glücklich schätzen kann, wenn eine Frau sich auf das Experiment einlässt, Zeit mit mir zu verbringen.

Was meinst du, wie erfolgreich ich damit bei Frauen generell und in den Beziehungen war?

Ich war unterwürfig, bedürftig, habe um Sex gebettelt und mich nicht getraut einer anderen Frau in die Augen zu schauen, geschweige denn ihr Näher zu kommen.

Ich war unterwürfig und habe nicht zu meinen Bedürfnissen gestanden

Ich war unterwürfig und habe nicht zu meinen Bedürfnissen gestanden

Diese Glaubenssätze waren sehr zielführend für mich, wenn ich weiterhin schüchtern und ängstlich bleiben und von Frauen nicht als männlicher Part akzeptiert werden wollte.

Sie waren absolut hinderlich dafür, wenn ich ein freier Mann sein wollte, der mit Leichtigkeit  schöne und intelligente Frauen in sein Leben zieht.

Mache jedoch nicht den Fehler und rutsche in die Überkompensation. Auch wenn dies ein normaler Prozess ist und das nie ganz vermeiden kannst, ist das andere Extrem eines Problems immer noch dasselbe Problem.

Ich selbst habe es damals mit “Arschloch sein” und Manipulation versucht, da es für mich auf der Hand lag, dass diese Strategie funktionieren muss, wenn die erste nicht so gut funktioniert.

Warum das aber Quatsch ist, kannst du hier nachlesen: Nice Guy: Vom netten Kerl zum Frauenheld mit Herz 2020

Hinterfrage also deine Glaubenssätze in Bezug darauf, ob du ein gewisses Ziel verfolgst.

Eine gute Faustregel hierfür lautet:

“Für mein Ziel muss ich in Liebe und Überfluss denken.”

Wenn du also einen Glaubenssatz entdeckst, der eher Hass und Mangel ausstrahlt, bist du hier auf der richtigen Spur, diesen zu ändern.

Beispiel, du willst besser mit Frauen werden.

Dein Glaubenssatz ist aber, dass Frauen nur aufs Materielle aus sind und die ganze Zeit auf ihr Smartphone starren. (Kein Witz, diesen Glaubenssatz haben VIELE Männer.)

Dann spricht aus diesem Glaubenssatz Mangel (“Frauen wollen mein Geld und wenn ich ihnen das nicht bieten kann, bin ich nicht interessant für sie”) und Hass (“Frauen interessieren sich nur für ihr Smartphone und ihre Likes auf Instagram, was ich ein Verhalten ist, welches ich verabscheue und von mir fernhalten will”).

Nicht sehr positiv, oder?

Besser ist dann vielleicht:

“Ich liebe Frauen und Frauen lieben meine Gesellschaft.”

Zum Thema Überfluss- und Mangelmentalität, kannst du hier weiterlesen:

Überflussmentalität und Emotionale Abhängigkeit

Verantwortung übernehmen

Im Prinzip schließt dieser Punkt direkt an Enttäuschungen und Kontrolle an.

Denn, was jemand mit einer Opfermentalität nicht macht, macht der Kontrollsüchtige jedoch sehr gut:

Er übernimmt Verantwortung.

Oder besser: Er sucht sie immer erst bei sich selbst.

Jemand, der Verantwortung über sich übernehmen kann und dies auch tut, wirkt stark und selbstbewusst.

Er zeigt damit, dass er zu seinen Entscheidungen steht und die Konsequenzen dazu trägt.

Wenn du jemand bist, der Verantwortung übernimmt, dann handelst du mutig, was sehr attraktiv ist.

Du kommunizierst außerdem damit, dass du bereit bist Fehler zu machen und diese als Teil des Lebens zu akzeptieren.

Dies ist etwas, was viele Menschen vermeiden.
Wenn sie einen Fehler gemacht haben, versuchen sie ihn zu vertuschen oder zu übergehen.

Zum Beispiel haben sie ein Formular ausgefüllt und ein Kreuz nicht gesetzt, an einer Stelle, die ihnen damit Nachteile einbringt.

Dieses Kreuz haben sie aber nicht gesetzt, weil sie den Absatz nicht verstanden haben. Statt also selbstverantwortlich der Information entgegenzugehen und die Stelle zu verstehen, …

versuchen sie sich im Nachhinein herauszuwinden und doch noch dem Nachteil zu entgehen, den sie sich durch ihr Nicht-Handeln selbst eingebrockt haben.

Übernimmst du Verantwortung, dann suchst du Lösungen den Absatz zu verstehen. Im Vorfeld.

Selbst wenn du es dann missverstehst, stehst du dazu, dass du eine gewisse Entscheidung getroffen hast und windest dich dann nicht heraus.

Wir können es nicht ganz vermeiden, doch hin und wieder haben wir solche Männer, die zu uns ins Coaching kommen.

Sie treffen an einem Tag eine gute Entscheidung und füllen selbstständig das Bestellformular aus. Dann klicken sie auf den Button, um die AGBs zu bestätigen und (aufgrund der Natur der Sache, was Coaching anbelangt, Erklärung s. unten) auf ihr Widerrufsrecht zu verzichten.

Sie haben alle Zeit der Welt sich die jeweiligen Texte durchzulesen, die wirklich nicht schwer verständlich sind.

Sie bestätigen den Haken und erst dann erscheint der Kaufen-Button.

Dennoch kommen hin und wieder Männer, die von ihrer Angst über”mannt” werden an und möchten das Coaching stornieren.

Sie schicken dann sogar brav Briefe durch ihren Anwalt, was das Äquivalent ist zu “Ich erzähl es meiner Mama”.

Doch Mama kann da nichts tun, wenn du willentlich einen Vertrag abschließt und dann einfach nur keine Verantwortung übernehmen willst, die Konsequenzen zu tragen.

Warum du kein Widerrufsrecht haben willst bei einem Coaching:

Wer nach einer Garantie, einer Versicherung oder einem Widerrufsrecht sucht, um dieses im „Notfall“ in Anspruch zu nehmen, der wettet bei seinem Erfolg auf die Niederlage.

Er setzt auf Misserfolg und auf sein eigenes Scheitern.

Menschen, die eine „burning the boats“ Strategie in ihrem Leben verfolgen, sind generell erfolgreicher. (Lies hier warum)

Also eine Strategie, bei dem sie einen Rückzug unmöglich machen. Der einzige Weg geht dann nach vorn.

Hast du eine Absicherung, in welcher Form auch immer, bist du nicht zu 100 % motiviert dein Ziel zu erreichen. Du „schaust“ erstmal, ob das was für dich ist. Du diskutierst mit deinen Coaches über ihre Anweisungen. Und setzt Dinge nicht um, weil du dich nicht „danach fühlst“ oder das nicht „das Richtige“ für dich ist.

Kurzum: Du verschwendest deine Zeit, die Zeit deiner Coaches und hast keine Erfolge.

Deshalb prüfen wir auch Männer immer stärker auf ihre Persönlichkeit, bevor wir sie zu coachen beginnen.

All diese Erfolgsgeschichten von Männern, die NICHT auf ihr Scheitern, sondern ihren Erfolg gesetzt haben findest du hier:

Versteh mich nicht falsch:

Ich bin bei dieser Sache emotional komplett im Reinen und wünsche diesen Männern, dass sie sich bald selbst finden und ihre Entscheidungen durchziehen können.

Denn oftmals ist genau DAS der Grund, warum es mit Frauen bei ihnen bisher nicht geklappt hat.

Und leider war an einer Stelle wieder mal die Angst vor der Veränderung stärker, als der Wunsch für ein besseres Leben.

Das ist okay.

Selbstbewusst ist das aber nicht.

Worst Case Szenario

Stell dir das Leben von vor 20.000 Jahren einmal vor.

Du bist mit einer kleinen Gruppe anderer Jäger unterwegs und ihr schleicht vorsichtig durch den dichten Dschungel.

In einem Busch vor euch raschelt es und du erstarrst.

Dieses Rascheln kennst du.

Vor einigen Monaten ist dir dieses Rascheln auch aufgefallen, bevor aus dem Busch ein großer Tiger sprang und einen deiner Kameraden zerfleischte.

Du hast es gerade noch so geschafft zu entkommen, doch diesen Moment wirst du niemals vergessen.

Nun ist dieses Rascheln wieder da und du signalisierst deinen Kameraden, dass sie in Deckung gehen sollen. Das Rascheln wird lauter, während du in deinem Kopf schon alle Szenarien ausmalst, wie dich der Tiger gleich anspringt oder wie mehrere Tiger euch umzingeln und keiner hier lebend herauskommt.

Dein Herz schlägt schnell und deine Sinne verschärfen sich. Es gibt jetzt nur noch den Busch und dich.

Als du beinahe vor Spannung einen Herzinfarkt bekommt, schrecken die Vögel in dem Busch vor dir auf und fliegen davon.

Es waren nur Vögel, doch für dein Gehirn ist es die bessere Strategie vom schlimmsten Fall auszugehen.

Vom Worst Case Szenario.

Dieselbe Strategie fahren wir auch heute noch.

Wenn du einen Vortrag vor Kollegen halten sollst oder eine fremde Frau ansprechen willst…

In deinem Kopf wirst du dir sämtliche Szenarien ausmalen, in denen die Sache schief gehen wird.

Die Kollegen werden lachen und du verlierst deinen Job und die Frau wird die Polizei rufen und man sperrt dich als Perverser weg.

Doch wie wahrscheinlich sind diese Szenarien?

Deine Kollegen werden dich wahrscheinlich nicht auslachen, denn sie wissen wie es ist in der Situation zu sein und du wirst auch nicht, wegen einer vergeigten Präsentation deinen Job verlieren. Und wenn doch, dann ist das gut, weil du in einer Firma angestellt warst, die nicht zu dir passt.

Die Frau wird auch nicht die Polizei rufen, sondern dir maximal einen freundlichen Korb geben, wenn sie gerade kein Interesse hat.

Es entsteht kein Schaden und du wirst die Sachen überleben.

Schüchternheit - Worst-Case-Szenatio - Der nicht geschlossene Kreis

Schüchternheit – Worst-Case-Szenatio – Der nicht geschlossene Kreis

Dennoch glauben wir, dass diese Szenarien stattfinden können.

Wir glauben, dass es sich um das Worst Case Szenario handelt.

Doch das stimmt nicht.

In den allermeisten Fällen, denken wir das Worst Case Szenario nicht zu Ende. Wir schließen den Kreis in unserem Kopf nicht.

Die Kollegen lachen. Kannst du mit lachen? Was passiert, wenn sie lachen? Hast du schonmal eine ähnliche Situation überlebt? Hast du schon mal eine schlimmere Situation überlebt?

Die Frau ruft die Polizei. Und? Was soll denn die Polizei machen? Glaubst du, dass die Polizei dich einfach so einsperrt und du als Perverser gebrandmarkt bist? Oder hast du da auch Mitspracherecht?

Du siehst, dass du das Worst Case Szenario oftmals nicht zu Ende denkst, denn würdest du es tun, würdest du bemerken, dass dieses Horrorszenario kompletter Quatsch ist oder dass du es sogar unbeschadet überstehen kannst.

Wir tendieren jedoch dazu das Szenario immer größer und wilder zu denken. Wie der Tiger im Busch, der plötzlich eine ganze Tigergruppe wurde und euch umzingelt hat.

Und am Ende waren es nur ein paar verschreckte Vögel.

Tiger - Schöne Tiere - PunktWir alle haben hin und wieder Angst oder sind uns unsicher.

Wir stehen dann vor der Entscheidung dem Worst Case Szenario seinen Raum zu geben und uns nochmal verunsichern zu lassen oder zu denken: “Was kann denn WIRKLICH im schlimmsten Fall passieren?”

Die 4 Säulen des Selbstbewusstseins vereint

Die einzelnen Schritte, die du in den vier Säulen des Selbstbewusstseins (Sprache, Körpersprache, Emotionales und Mentales) kennengelernt hast, sind nur ein kleiner Teil, der Dinge, die du tun kannst, um dein Selbstbewusstsein zu stärken.

Um den Rahmen hier jedoch nicht zu sprengen, habe ich mich für diese wenigen Punkte entschieden, da du diese direkt und relativ schnell umsetzen kannst, um schon morgen mehr Selbstbewusstsein auszustrahlen.

Denn bedenke, nicht DU entscheidest, ob du selbstbewusst bist. Sondern deine Mitmenschen spiegeln dir zurück, wenn du dich selbstbewusst verhältst. Wodurch du wiederum dein Selbstbewusstsein stärkst.

So wird Selbstbewusstsein für dich zu einem positiven Teufelskreis.

Starte deshalb direkt heute noch mit deiner Sprache und Körpersprache.

Setze für eine Woche jeden Tag einen anderen Punkt aus diesen beiden Säulen um, bis du bemerkst, dass deine Mitmenschen anders, besser, positiver auf dich reagieren.

Und bis du das auch selbst an dir merkst.

Die 4 Säulen des Selbstbewusstseins - SKEM-Methode © Dominik van Awe

Die 4 Säulen des Selbstbewusstseins – SKEM-Methode © Dominik van Awe

Komme also die nächsten Tage wieder zurück zu diesem Leitfaden und schaue dir jeweils den nächsten Punkt an, den du umsetzen kannst.

Ich garantiere dir, dass du dich schnell selbstbewusster fühlen wirst, wenn du täglich diese Punkte hier umsetzt.

Speichere dir deshalb JETZT diese Seite als Lesezeichen, damit du schnell wieder zurückfindest.

Trage dich auch in die 5 Tage Anti-Schüchternheits-Challenge ein, um direkt die nächsten 5 Tage an deinem Selbstbewusstsein zu arbeiten:

Kapitel 4:

Fragen zum Selbstbewusstsein

In diesem Bereich gehen wir auf einige Fragen ein, die oft bei Thema Selbstbewusstsein auftauchen. Wenn du weitere Fragen dazu hast, die dir der Leitfaden nicht beantwortet, lass es mich in den Kommentaren wissen. Ich werde die Antworten dann hier hinzufügen.

Kann man auch zu viel Selbstbewusstsein haben?

Kurze Antwort: Nein.

Lange Antwort:

Wenn ich erzähle, dass ich Menschen dabei helfe selbstbewusster zu werden, kommt sehr oft die Gegenfrage: “Aber kann man nicht auch zu selbstbewusst sein?” oder “Kann man nicht auch zu viel Selbstbewusstsein haben?”

Ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, was diese Personen eigentlich wissen wollen, wenn sie diese Frage stellen.

Denn allen ist eigentlich klar, dass Selbstbewusstsein etwas Gutes ist. Niemand würde schließlich sagen, dass es zu viel Liebe auf der Welt gibt oder, dass der Geburtstagskuchen zu gut schmeckt.

Und vor allem aufgrund dessen dies als negativ empfinden.

Nein, was diese Personen eigentlich fragen, wenn sie wissen wollen, ob man nicht auch zu selbstbewusst sein kann, ist folgendes:

Diese Personen haben jemanden in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis, der laut und auffallend ist. Gleichzeitig ist er irgendwie charismatisch und kommt daher oft mit vielen Sprüchen oder seinem unangenehmen Verhalten durch.

Er hat immer noch einen großen Freundeskreis, obwohl er so scheint, als würde er sich einfach nehmen, was er will. Ohne Rücksicht auf andere.

Diese Personen glauben, dass dieser Jemand einfach sehr selbstbewusst sei und ordnen sich sein Verhalten in einen mentale, positive Schublade ein.

Doch sein Verhalten bricht immer wieder gewissen Grundwerte in den Personen.

Oder in seiner Gegenwart scheint es, dass sie sich selbst weniger wert oder eingeschüchtert fühlen.

Dieser Jemand ist nicht selbstbewusst.

Dieser Jemand ist eher im Ego gefangen.

Sein Verhalten ist arrogant und rücksichtslos. Das ist das Gegenteil von Selbstbewusstsein.

Selbstbewusstsein ist ein Miteinander, weil wir (du erinnerst dich) den anderen Menschen brauchen, um unser Selbst zu bilden.

Bricht jemand jedoch ständig das Miteinander, kann das ein Zeichen von einer Schutzfunktion sein (Ego) oder die Angst davor sich zu öffnen (Ego).

Wenn Menschen also fragen, ob es nicht auch zu viel Selbstbewusstsein geben kann, dann ist es oftmals der Fall, dass diese Menschen lieber nicht an ihrem Selbstbewusstsein arbeiten wollen, weil sie befürchten, dass sie dann so enden, wie der unangenehme Zeitgenosse im Freundes- und Bekanntenkreis.

Mit den vier Säulen, die du hier findest, wird dir das jedoch nicht passieren.

Ist Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen das gleiche?

Nein, Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen sind verschiedene Eigenschaften. Während Selbstvertrauen das Vertrauen in sich selbst meint, ist Selbstbewusstsein die Eigenschaft, seine Zukunft optimistisch zu gestalten und andere Menschen zu begeistern.

Selbstbewusstsein ist Selbstvertrauen übergeordnet.

Wenn du mehr zum Thema Selbstvertrauen erfahren willst und wie du es dir aufbaust, lies hier weiter:

Selbstvertrauen stärken als Mann: 7 effektive Sofort-Tipps

Kapitel 5:

Zusammenfassung: Dein neues Selbstbewusstsein erwartet dich

In diesem Leitfaden hast du erfahren, was du im Detail jeden Tag tun kannst, um endlich das Selbstbewusstsein zu besitzen, das du schon immer haben wolltest und welches dir auch zusteht.

Du hast erfahren, dass Selbstbewusstsein nur im Austausch mit anderen Menschen stattfinden kann und dass du daran nicht für dich im stillen Kämmerchen arbeiten kannst.

Dabei hast du gelernt, dass du deinem Selbstbewusstsein schadest, wenn dich schüchtern oder zurückhaltend verhältst, da dies deinen Mitmenschen in erster Linie nur kommuniziert, dass du nicht mit ihnen sprechen möchtest.

Auch, wenn das Gegenteil der Fall ist.

Das ist aber auch eine positive Nachricht, denn es bedeutet, du kannst andere Verhaltensweise in deinen Alltag etablieren, die anderen Menschen eine Offenheit signalisieren und deine Mitmenschen dir dann Selbstbewusstsein zuschreiben.

Das heißt, du kannst Verhaltensweise lernen, die dich selbstbewusst machen, ohne dass du deine Persönlichkeit verändern musst.

Dazu hast du gelernt, dass du die ersten beiden Säulen des Selbstbewusstseins (Sprache und Körpersprache) direkt anwenden kannst, um andere Reaktionen von deinen Mitmenschen zu erhalten, wodurch du dich selbst stolz und selbstbewusst fühlen wirst.

Die beiden anderen Säulen (emotionales und mentales) des Selbstbewusstseins, sind von dir im Inneren zu entwickeln.

Du hast erfahren, wie deine Emotionen dazu führen, dass du dich zurückziehen willst und deine Entscheidungen für ein besseres Leben beeinflussen.

Und du weißt nun, wie du deinen Kopf und deine Gedanken als Geheimwaffe nutzt, um nie wieder enttäuscht zu sein und stattdessen eine Führungspersönlichkeit zu werden, bei der Menschen sich wohlfühlen.

Du hast also einen kompletten Leitfaden bekommen, dein Selbstbewusstsein aufzubauen und damit dein Leben positiv zu gestalten.

Diese Tipps sind die gleichen, die Männer in unseren Coaching Programmen bekommen. Ich halte hier also nichts hinterm Berg oder gebe dir nur die halbe Wahrheit mit.

Nein, mein Wunsch ist, die Welt zu einem selbstbewussten, ego-freien und liebevollen Ort zu machen.

Das hier ist nur ein Schritt auf diesem Ziel.

Wenn dir der Leitfaden geholfen hat, freue ich mich über einen Kommentar unter dem Artikel mit deiner Erfahrung.

Stell mir doch auch gerne Fragen oder gib mir Anregungen, was ich in diesem Artikel noch behandeln soll.

Ich wünsche dir alles Gute und viel Spaß mit dem Selbstbewusstseinsleitfaden.

(Speichere ihn dir als Lesezeichen, damit du immer wieder schnellen Zugriff darauf hast.)


Dominik van Awe Dominik van Awe Mindset Coach
Larnaca, Zypern 7081
+49 176 20750391 [email protected] authentic-charisma.de


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